Spiel zweier Rollhockey-Teams, die Sorge zum Nachwuchs tragen

Der RHC Uri tritt am Samstag auswärts bei Thunerstern an. Es könnte im Kampf um die Playoffs ein vorentscheidendes Spiel sein.

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Uris Spielertrainer Simon von Allmen (am Ball) kennt den Gegner vom Samstag bestens, hat er doch lange in Thun gespielt. Bild: Urs Hanhart

Uris Spielertrainer Simon von Allmen (am Ball) kennt den Gegner vom Samstag bestens, hat er doch lange in Thun gespielt. Bild: Urs Hanhart

Nach dem überraschenden Sieg gegen Schweizer Meister Montreux blicken die Urner mit viel Zuversicht auf das samstägliche Spiel gegen den SC Thunerstern. «Wir müssen dort weitermachen, wo wir gegen Montreux aufgehört haben. Dann sind wir schwierig zu stoppen», sagt Simon Von Allmen im Vorfeld der Auswärtspartie.

Für den Uri-Coach ist es eine spezielle Affiche. Der aus Thun stammende Von Allmen hat beim SC Thunerstern das Rollhockey-Abc gelernt und alle Juniorenstufen durchlaufen. In Thun hat er den Grundstein für eine Karriere gelegt, in der er mehrere Meistertitel, Cupsiege, Welt- und Europameisterschaftsteilnahmen feiern durfte. Auch wenn sich seit seiner Juniorenzeit in der Schweizer Rollhockeyszene viel verändert hat, ist eines gleich geblieben: Die Berner Oberländer leisten nach wie vor hervorragende Juniorenarbeit. In der ersten Mannschaft kommen zahlreiche Eigengewächse zum Zug. Dass sich die Thuner trotz dieses Konzepts in der NLA halten können, ist keine Selbstverständlichkeit. Auch, weil in dieser Liga viele Teams gleich mehrere Legionäre beschäftigen.

Der Einbau von Nachwuchsakteuren ist auch beim RHC Uri in vollem Gange. Weil André Costa weiterhin verletzt fehlt, besteht die Hälfte des 10-köpfigen Kaders, das am Samstag auflaufen wird, aus Nachwuchsspielern unter 18 Jahren. Grund zur Sorge besteht allerdings nicht. Ganz im Gegenteil müssen sich die älteren Akteure langsam aber sicher sputen, um ihre Plätze zu halten. Es herrscht ein reger, aber gesunder Konkurrenzkampf.

Beide Teams kämpfen um Playoff-Teilnahme

Zwischen den beiden Teams besteht eine weitere Parallele. Die Ergebnisse der beiden Teams sind bisher durchzogen. Thun steht auf dem vorletzten, Uri auf dem drittletzten Rang. Zu beachten ist dabei, dass die Urner bisher am wenigsten Partien ausgetragen haben und somit nach Verlustpunkten in der vorderen Tabellenhälfte stehen würden. Damit diese Rangierung Realität wird, muss ein Sieg gegen den Tabellennachbar Thun her.

Keine leichte Aufgabe, denn auch Thun wird mit viel Selbstvertrauen auflaufen können. Schliesslich besiegten die Berner Oberländer vergangene Woche den RHC Genf auswärts mit 2:1-Toren. Dadurch kehrte auch bei ihnen die Hoffnung zurück, die Playoffs allenfalls doch noch zu schaffen. (ji)

Hinweis

Rollhockey, Männer, NLA. Samstag: SC Thunerstern – RHC Uri (17.00, MUR-Halle Thun).