Ad-Astra-Sarnens Verteidiger Jaska Kunelius sagt: «Aus diesem Loch kommen wir nur gemeinsam hinaus»

Bei den NLA-Unihockeyanern von Ad Astra Sarnen gibt es zumindest neben dem Feld Positives zu vermelden.

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Der Sarner Jaska Kunelius (rechts) wurde kürzlich erstmals Vater.Bild: André Düsel (Zürich, 19. Oktober 2019)

Der Sarner Jaska Kunelius (rechts) wurde kürzlich erstmals Vater.Bild: André Düsel (Zürich, 19. Oktober 2019)

In sportlicher Hinsicht sorgt NLA-Aufsteiger Ad Astra Sarnen zurzeit nicht wirklich für positive Schlagzeilen. Das Bild wiederholt sich Woche für Woche: Beim Shake-Hand nach dem Spiel mussten die Obwaldner bisweilen dem Gegner immer zum Sieg gratulieren. Immerhin auf privater Ebene durfte einer der Ad Astra-Akteure zuletzt Gratulationen entgegennehmen: Der finnische Verteidiger Jaska Kunelius und seine Frau Mari wurden in der letzten Woche erstmals Eltern eines kleinen Jungen. «Die Geburt war ein Krampf, aber die ganze Familie hat die Strapazen gut überstanden», sagt der frischgebackene Vater stolz.

Ein Krampf waren in den letzten Wochen auch die Spiele von Ad Astra. «Wirklich vergleichbar ist das nicht, aber es ist schon so, dass wir uns bislang nicht gut geschlagen und unter unserem Wert verkauft haben», bestätigt der 34-jährige Routinier. Er gibt zu, dass ihm der Auftritt am letzten Wochenende gegen die Grasshoppers Zürich etwas Sorgen bereitet: «Die Art und Weise wie wir in die Kanterniederlage hineingerasselt sind, gibt mir zu denken. Jetzt gilt es, den angestauten Frust in positive Energie umzuwandeln.»

Auf ungewohnter Position eingesetzt

Der Routinier hat in seiner langen Karriere schon viele Hoch und Tiefs erlebt und will darum nicht den Teufel an die Wand malen. «Solche Phasen kann es geben und wir waren uns absolut bewusst, dass die Saison mental eine Herausforderung wird. Leider hat sich das schon etwas gar früh bestätigt. Aber da müssen wir durch und aus diesem Loch kommen wir nur gemeinsam hinaus – und es gibt einen Weg», sagt der Finne zuversichtlich und bestimmt.

Die personellen Sorgen aufgrund der vielen Verletzten führten im letzten Spiel gegen die Grasshoppers dazu, dass der gelernte Verteidiger Kunelius am linken Flügel eingesetzt wurde. «Ich war zuerst selbst etwas überrascht, als mich der Headcoach fragte, ob ich mir einen Einsatz als Stürmer vorstellen könne», gesteht der Finne. «Aber letztlich spiele ich da, wo ich dem Team am meisten helfen kann. Auch wenn ich der Meinung bin, dass dies grundsätzlich auf meiner angestammten Position in der Abwehr am besten möglich ist.»

Immerhin ist langsam aber sicher ein Ende der Verletzungsmisere abzusehen: Cornel von Wyl, Lauri Liikanen und Kaapo Savinainen sind diese Woche endlich wieder in den Trainingsbetrieb eingestiegen. «Ob es schon am Wochenende für einen Einsatz reicht, ist noch offen. Aber spätestens nach der darauffolgenden Meisterschaftspause, sollten wir hoffentlich endlich einmal mit allen Männern an Bord antreten können. Für uns wird dies quasi wie ein zweiter Saisonstart im November.»

Noch zwei Spiele vor der Nationalmannschaftspause

Vorher treten Kunelius und seine Teamkollegen noch zwei Mal auswärts an: Am Samstag im neunten Meisterschaftsspiel gegen die Tigers Langnau (19.00) und am Sonntag im Achtelfinals des Schweizer Cups gegen den UHC Thun (20.00). Aktuell fehlender sportlicher Erfolg hin oder her: Kunelius geniesst mit seiner Jungfamilie die Zeit in der Schweiz. Zum absoluten Glück fehlt eigentlich nur noch, dass der Krampf auf dem Feld ebenfalls bald eine gute Wende nimmt. (jh)

NLA, 9. Runde. 19.00: Tigers Langnau – Astra Sarnen (Espace-Arena, Biglen).
Rangliste (alle 8 Spiele): 1. Grasshoppers Zürich 23 (70:39). 2. Wiler-Ersigen 21 (62:22). 3. Malans 16 (54:37). 4. Waldkirch-St. Gallen 14 (55:47). 5. Chur 14 (40:39). 6. Zug United 14 (48:48). 7. Uster 12 (48:43). 8. Köniz 10 (48:48). 9. Langnau Tigers 9 (30:40). 10. Rychenberg Winterthur 7 (42:48). 11. Thun 4 (37:67). 12. Ad Astra Sarnen 0 (20:76).
Schweizer Cup, Achtelfinal. Männer. Sonntag. 20.00: Thun – Ad Astra Sarnen (Sporthalle MUR, Thun).