Volley Luzern gelingt ein perfekter Weihnachts-Service

Luzerns Volley-NLA-Team schlägt Ranglistennachbar Näfels 3:0. Chef auf dem Platz ist Captain Nick Amstutz.

Roland Bucher
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Edvarts Buivids (links) und Captain Nick Amstutz wehren sich hier nach Kräften gegen einen Angriffsball von Näfels.

Edvarts Buivids (links) und Captain Nick Amstutz wehren sich hier nach Kräften gegen einen Angriffsball von Näfels.

Philipp Schmidli, PHILIPP SCHMIDLI | Fotografie

Es gab heikle Momente in diesem Spiel, welches Volley Luzern schliesslich doch deutlich mit 3:0 und drei wichtigen Punkten unter Dach und Fach brachte, aber es barg keine unlösbare Aufgaben. Wenn es vertrackt schien, wie zum Beispiel beim 16:19-Rückstand im ersten Satz, den Liam Sketchers Truppe zu verschlafen schien, dann lösten die Einheimischen die Handbremse und taten es halt auf die einfachste Art und Weise, wie es beim Volleyball einfache Punkte zu gewinnen gibt. Mit dem Aufschlag. Captain Nick Amstutz nahm die Angelegenheit höchstpersönlich zur Hand, servierte zum 23:19 – irgendwie war dies der Angelpunkt in dieser Partie, welches Luzern mit dem hoch verdienten Erfolg wieder in die Nähe des angestrebten vierten Rang bringt.

Die eher harmlos wirkenden, aber perfiden Aufschläge von Nick Amstutz stellten die Weichen für den Vorsprung, der Ruhe gab. «Wir wussten, dass es ein schwieriges Spiel wird», sagte der Routinier, «aber wir spürten und waren uns sicher, dass es gut kommen wird.» Impulse wolle er der Mannschaft geben, Vorbild sein, die Jungen führen: So hatte sich der Captain vor der Saison seine Aufgabe vorgestellt. Gestern war das Luzerner Urgewächs ein echter Teamleader. Topskorer Buivids sorgt beim Smash für die Aufreger, Hepburn für die Emotionen, Gautschi für Stabilität. Ulrich, Jucker und Köpfli für Konstanz und Sicherheit. Doch im Hintergrund werkelt schon fast auffällig unauffällig der heimliche Chef: Nick Amstutz’ Effizienz beim Aufschlag, bei der Blockarbeit und bei einfachen Smash-Situationen war gestern nichts als eindrücklich. Der selber sieht das – natürlich – anders:

«Es war eine blitzblanke Teamleistung. Wir dürfen als Verbund stolz auf diesen Sieg sein.»

Basta.

Bis auf einmal wurde das Potenzial ausgeschöpft

Die kleine feine Geschichte des perfekten Weihnachts-Services wiederholte sich auch in Satz zwei und drei. Im zweiten Durchgang darbte Luzern lange, diesmal war es Tim Köpfli, der bei 12:12 mit zwei Gewinnanschlägen in die richtige Richtung leitete und mit dem 27:25-Service die Fans definitiv in Festtagslaune versetzte. Was Amstutz und Köpfli können, hat auch Buivids in seinem Repertoire: der Topskorer wuchtete in Durchgang drei von der Aufschlagslinie entscheidende Bälle ins Abwehrkonzept der Glarner, die bald spürten, dass gegen dieses entschlossene Luzern kein Kraut gewachsen war.

«Wir waren präsent, wir haben alles für diese drei Punkte getan», betonte Nick Amstutz, der in einer ersten Zwischenabrechnung vor der zweiwöchigen Weihnachtspause darauf hinwies, dass «wir die Erwartungen im Rahmen unserer Möglichkeiten sicher erfüllt haben». Es habe diesen unsäglichen Ausrutscher gegen Traktor Basel gegeben, sonst «haben wir unser Potenzial ausgeschöpft.» Hätte es gestern indes gegen Näfels mit dem so wichtigen Triplepunkt nicht geklappt: «Dann wäre es ‹schitter› gewesen.» Aber diese Befürchtung brauchte man gestern eigentlich fast nie zu haben. Dank perfektem Weihnachts-Service.

Volleyball Männer, NLA

Volley Luzern – Näfels 3:0. Schönenwerd – Jona 3:0 (25:20, 25:17, 25:16). – Samstag: Lutry-Lavaux – Lausanne UC 1:3 (25:21, 21:25, 18:25, 20:25). Traktor Basel – Amriswil 1:3 (17:25, 26:24, 11:25, 18:25).
Rangliste: 1. Amriswil 11/31. 2. Schönenwerd 11/24. 3. Lausanne UC 11/21. 4. Chênois 10/18. 5. Volley Luzern 10/15. 6. Jona 11/14. 7. Näfels 11/12. 8. Traktor Basel 11/5. 9. Lutry-Lavaux 10/4.

Luzern – Näfels 3:0
Bahnhofhalle – 300 Zuschauer – SR Enkerli, Auricht. – Sätze: 25:21, 27:25, 25:20. – Spieldauer: 96 Minuten. – Luzern: Gautschi (Libero), Amstutz, Köpfli, Fort, Jucker, Hepburn, Buivids, Döös.

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