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3. Rang in der NLA: das bestmögliche Ergebnis für die Krienser Squasher

Das NLA-Team von Pilatus Kriens gewinnt in den Playoffs den kleinen Final. Mehr liegt derzeit nicht drin.

Stefan Kleiser
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Der Krienser Cédric Kuchen (vorne) im Halbfinal gegen Iker Pajares (Grabs) .

Der Krienser Cédric Kuchen (vorne) im Halbfinal gegen Iker Pajares (Grabs) .

Bild: Stefan Kleiser (Uster. 23. Juni 2021)

Ein Sieg und eine Niederlage: Die Krienser Squasher haben die Playoffs der NLA-Meisterschaft auf dem dritten Platz beendet. Im Halbfinal vom vergangenen Mittwoch setzte es gegen Qualifikationssieger Grabs eine Pleite ab, tags darauf glückte der Equipe mit Cédric Kuchen, Nils Rösch und Jan Kurzmeyer jedoch ein 3:1 beim gastgebenden Squash Club Uster.

Auch vor einem Jahr hatten die Squasher vom Pilatus Rang drei belegt. Spitzenspieler Kuchen sagt: «Wir gingen als Nummer vier in die Playoffs und waren nirgends favorisiert. Und die letzte Begegnung der Qualifikation gegen Uster haben wir auch verloren.» Nun profitierte das Team davon, dass beim Gegner Robin Gadola, die Nummer 1, wegen Fussproblemen auf einen Einsatz verzichtete. So ergaben sich für die Krienser unerwartet alles Matches gegen schwächer eingestufte Gegner.

Warten auf neue Breite

Wann der Squashclub Pilatus Kriens wieder ein Anwärter auf den Titelgewinn ist? «Wenn die Junioren, die ich trainiere, ein bisschen älter sind», schmunzelt Kuchen. «Oder wenn wir mehr Geld in die Hand nehmen.» Auf Verstärkungen von auswärts hat der Verein aber mit wenigen Ausnahmen immer verzichtet. Im Nachwuchs sei man zwar breit aufgestellt, einige Junioren würden bereits leistungsorientiert trainieren, so Kuchen. «Aber bis sie in der Nationalliga A spielen, geht es vielleicht noch vier Jahre.»

Ganz oben gab es zuletzt zahlreiche Abgänge zu vermelden. Roman Allinckx, Amadeo Costa, Benjamin Fischer oder Reiko Peter: Alle diese Squasher aus Kriens waren einst in den Top Ten der Schweiz klassiert, sind aber weggezogen, haben den Aufwand reduziert oder treten aus anderen Gründen nicht mehr für den Verein in der höchsten Spielklasse an. Auf diese Saison wurde darum sogar eines der drei NLA-Teams aus der Meisterschaft zurückgezogen.

Kuchen will sich für die WM aufdrängen

Auch Cédric Kuchen hat zurückgesteckt. «Die Trainerkarriere hat Priorität», sagt der 28-Jährige. Derzeit absolviert er den Berufstrainerlehrgang von Swiss Olympic. «Den Spieler gibt es auch noch, aber der musste in den letzten paar Wochen unten durch.» Ende September, wenn mutmasslich die Schweizer Einzel-Meisterschaft stattfindet, will er aber wieder topfit sein, um sich für die Team-WM in Neuseeland von Mitte Dezember aufzudrängen.

Nicht für die Playoffs qualifizierten sich die Panthers Kriens, die in der Regular Season nicht über den siebten und letzten Rang hinauskamen. Gar nicht erst antreten konnten die Krienser Frauen. Das Team zog sich vor der ersten Runde von Anfangs Mai zurück. Die Schweizer Einzel-Meisterin Ambre Allinckx fällt seit März verletzt aus.

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