Vuelta

Wellens siegt als Ausreisser - Roglic weiter im Leadertrikot

Der Belgier Tim Wellens freut sich über seinen ersten Vuelta-Etappensieg

Der Belgier Tim Wellens freut sich über seinen ersten Vuelta-Etappensieg

Tim Wellens heisst der Sieger der 5. Vuelta-Etappe, die über 185 km von Huesca nach Sabinanigo führte. Für Aufregung sorgt ein Sturz mit Schweizer Beteiligung kurz vor dem Ziel.

Am fünften Tag der 75. Spanien-Rundfahrt wurde das Feld den Ausreissern überlassen. Der Belgier Tim Wellens nutzte die Gelegenheit und spurtete in Aragonien zu seinem ersten Vuelta-Sieg, nachdem er 2016 und 2018 je eine Etappe im Giro d'Italia für sich entschieden hatte. Der 29-Jährige in Diensten des Teams Lotto-Soudal verwies in der steilen Schlussrampe seine beiden Fluchtgefährten Guillaume Martin und Thymen Arensman auf die Ehrenplätze.

Gut zwei Minuten dahinter erreichte das Feld, angeführt von Leader Primoz Roglic, das Ziel. Der slowenische Vorjahressieger nahm im Bergauf-Sprint um Platz 4 der Konkurrenz einige Sekunden ab, vergrösserte den Vorsprung im Gesamtklassement aber dennoch nicht. Der Grund dafür war ein eigentlich harmloser Sturz rund 400 Meter vor dem Ziel, in den neben dem Schweizer Reto Hollenstein auch sein irischer Teamkollege Dan Martin verwickelt war.

Nach langen Diskussionen entschied die Jury, alle Fahrer der ersten Verfolgergruppe, also auch die Gestürzten, in der gleichen Zeit wie Roglic zu werten. Damit liegt Martin in der Gesamtwertung als Zweiter weiterhin fünf Sekunden hinter Roglic.

Roglic, der im September nur knapp seinen ersten Gesamtsieg an der Tour de France verpasst hat, könnte in der Bergetappe vom Sonntag einen weiteren Versuch starten, seine Rivalen im Gesamtklassement zu distanzieren. Die letzten 14 km hinauf zum Ziel nach Sallent de Gallego verlaufen ansteigend.

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