Alaphilippe, der Bergkönig und zweifache Etappensieger der letztjährigen Tour de France, setzte sich mit zwei Sekunden Vorsprung vor Jakob Fuglsang durch. Als noch rund 23 km zu fahren waren, hatte der Däne auf einem der letzten nicht asphaltierten Streckenabschnitte seine Attacke lanciert.

Einzig Alaphilippe und der Belgier Wout van Aert vermochten dem ehemaligen Mountainbiker zu folgen. Die Entscheidung fiel in der bis zu 16 Prozent steilen Schlussrampe in Siena. Dabei war der sprintstarke Puncher Alaphilippe seinen zwei Begleitern erwartungsgemäss überlegen. Van Aert wurde mit 27 Sekunden Rückstand wie im Vorjahr Dritter.

Dillier und Küng in Top 15

Für Silvan Dillier (14.) und Stefan Küng (15.) resultierten beim 184 km langen Rennen in der Toskana, welches seit 2017 zum World-Tour-Kalender gehört, mit gut zweieinhalb Minuten Rückstand Top-15-Platzierungen. Das Schweizer Duo verlor rund 50 km vor dem Ziel auf einem längeren Schotterweg den Kontakt zur prominent besetzten 15er-Spitzengruppe mit unter anderen den ehemaligen Strade-Bianche-Siegern Tiesj Benoot (2018) und Zdenek Stybar (2015).

Küng hatte am Samstag Glück im Unglück. Der Thurgauer, der seit dieser Saison für die französische Equipe Groupama-FDJ fährt, kam bei Rennhälfte zu Fall. Dabei erlitt er eine Luxation der Schulter. Doch Küng konnte diese selbst wieder einrenken und das Rennen zu Ende fahren.