25 Sekunden betrug Yates' Polster vor der 7. und letzten Etappe der zur World Tour zählenden Rundfahrt in Italien. Der Brite lieferte sich mit Roglic auf dem 10 km langen Parcours bis zum Schluss ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Ende entschied lediglich eine Sekunde zugunsten von Roglic. Yates, dessen Zwillingsbruder Simon im vergangenen Herbst die Vuelta gewonnen hatte, entging dadurch der erste Gesamtsieg in einer World-Tour-Rundfahrt.

Roglic hatte im letzten Jahr bereits die Tour de Romandie gewonnen und die Tour de France als Gesamt-Vierter beendet. Auch 2019 zeigt sich der der 29-jährige Slowene vom Team Jumbo-Visma wieder in guter Frühform. Vor drei Wochen gewann der einstiege Skispringer bei seinem Saisondebüt in Dubai bereits die UAE Tour.

Campenaerts siegt, Küng nicht in den Top 10

Den Sieg im abschliessenden Zeitfahren der "Zwei-Meere-Fahrt" in Italien sicherte sich der Belgier Victor Campenaerts. Der zweifache Zeitfahr-Europameister setzte sich drei Sekunden vor dem Italiener Alberto Bettiol durch. Es war sein erster Sieg auf Stufe World Tour. Am 16. April wird Campenaerts in Mexiko City den bald vierjährigen Stunden-Weltrekord von Bradley Wiggins angreifen.

Im Gegensatz zu den Anwärtern auf den Gesamtsieg startete Campenaerts früh ins Rennen und wurde dadurch nicht so stark vom aufkommenden Wind beeinträchtigt. Zu den Leidtragenden wegen des starken Gegenwindes auf der zweiten Streckenhälfte gehörte auch Stefan Küng. Der 25-jährige Thurgauer verliess die Startrampe rund eine Stunde nach Campenaerts.

Am Ende büsste der Schweizer Zeitfahr-Meister 19 Sekunden auf den Tagessieger ein. Als 16. blieb Küng deutlich unter seinen Erwartungen. Nur eine Sekunden hinter ihm klassierte sich der St. Galler Tom Bohli im 18. Rang. Als bester der fünf gestarteten Schweizer beendete Michael Schär die Rundfahrt im 33. Schlussrang.