Das Ferrari-Duo bestätigte im Qualifying in Francorchamps die Eindrücke aus den Trainings, als es stets die vordersten zwei Plätze eingenommen hat, während die Mercedes-Fahrer bei den Longruns, die für das Rennen am Sonntag (15.10 Uhr) mehr Aufschluss geben, konstant die Schnellsten gewesen waren.

Leclerc blieb in der Zeitenjagd am Samstagnachmittag unantastbar. Der Youngster aus Monte Carlo, der in seinem 34. Formel-1-Rennen zum dritten Mal von ganz zuvorderst starten wird, distanzierte in seiner schnellsten Runde Vorjahressieger Sebastian Vettel um mehr als sieben Zehntel.

Ferrari war es auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke damit gelungen, die seit 2013 dauernde Pole-Serie von Mercedes zu durchbrechen. Die Silberpfeile mussten sich mit der zweiten Startreihe begnügen. Lewis Hamilton behielt im internen Duell mit Valtteri Bottas die Oberhand.

Der in der WM-Wertung führende Hamilton musste allerdings bangen, überhaupt zum Qualifying antreten zu können. Der Brite war im dritten Training nach einem Fahrfehler in die Leitplanken geprallt. Dabei wurde die Frontpartie des Mercedes stark beschädigt. Den Mechanikern war es allerdings gerade noch rechtzeitig gelungen, das Auto für das Qualifying wieder fahrtüchtig zu machen.

Räikkönen stark, Giovinazzi mit Motorschaden

Bei Alfa Romeo zeigte Kimi Räikkönen eine starke Leistung. Der Finne stellte ein weiteres Mal unter Beweis, dass er sich auf dem schnellen Berg- und Talkurs in den Ardennen wohl fühlt. 2004 und 2005 (mit McLaren-Mercedes) sowie 2007 und 2009 (mit Ferrari) siegte er beim Klassiker in Belgien und damit einmal mehr als Hamilton und Vettel.

Nun schaffte Räikkönen im Alfa Romeo zum dritten Mal hintereinander den Sprung in den dritten Teils des Qualifyings. Dieses beendete er als Achter. Weil aber die vor ihm klassierten Renault-Fahrer Daniel Ricciardo und Nico Hülkenberg wegen eines Motorwechsels strafversetzt werden, rückte Räikkönen auf Startplatz 6 vor.

Für Räikkönens Teamkollegen Antonio Giovinazzi endete der Arbeitstag schon früh, obschon er den Sprung in die Top 15 geschafft hatte. Der Italiener musste das Auto kurz vor dem Ende des ersten Teils nach einem Motorschaden abstellen. Er dürfte das Rennen von Startplatz 13 in Angriff nehmen.

Francorchamps. Grand Prix von Belgien. Startaufstellung: 1 Charles Leclerc (MON), Ferrari, 1:42,519 (245,519 km/h). 2 Sebastian Vettel (GER), Ferrari, 0,748 zurück. 3 Lewis Hamilton (GBR), Mercedes, 0,763. 4 Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, 0,896. 5 Max Verstappen (NED), Red Bull-Honda, 1,171. 6 Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo-Ferrari, 2,038. 7 Sergio Perez (MEX), Racing Point-Mercedes, 2,187. 8 Kevin Magnussen (DEN), Haas-Ferrari, 2,567. - Nach dem zweiten Teil des Qualifyings ausgeschieden: 9 Romain Grosjean (FRA/SUI), Haas-Ferrari. 10* Daniel Ricciardo (AUS), Renault. 11 Lando Norris (GBR), McLaren-Renault. 12** Nico Hülkenberg (GER), Renault. 13*** Antonio Giovinazzi (ITA), Alfa Romeo-Ferrari. - Nach dem ersten Teil des Qualifyings ausgeschieden: 14 Pierre Gasly (FRA), Toro Rosso-Honda. 15 George Russell (GBR), Williams-Mercedes. 16* Carlos Sainz (ESP), McLaren-Renault. 17**** Lance Stroll (CAN), Racing Point-Mercedes. 18**** Alexander Albon (THA), Red Bull-Honda. 19**** Daniil Kwjat (RUS), Toro Rosso-Honda. 20***** Robert Kubica (POL), Williams-Mercedes. - * = Rückversetzung um 5 Plätze (Einbau des fünften Verbrennungsmotors). - ** = Rückversetzung um 5 Plätze (Einbau des sechsten Verbrennungsmotors). - *** Ohne Zeit im zweiten Teil des Qualifyings (Motorschaden). - **** = Rückversetzung ans Ende der Startaufstellung (Wechsel mehrerer Teile der Antriebseinheit). - ***** Ohne Zeit im Qualifying (Motorschaden). - 20 Fahrer im Qualifying. - Tagesbestzeit: Leclerc im dritten Teil.