So trüb wie die Regenwolken über dem Sportplatz Zelgli präsentierte sich das Limmattaler Derby zwischen Schlieren und Birmensdorf. Von Beginn an neutralisierten sich die beiden Teams und vermieden jedes Risiko. Die Birmensdorfer spielte jedoch engagierter auf und konnten sich so ein leichtes spielerisches Übergewicht erarbeiten. Das Team um Trainer Daniel Margreth agierte aber im Abschluss zu umständlich, sodass die Partie bis zur Pause zu Recht torlos blieb.

Tore fielen erst in der 2. Halbzeit

Vier Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als Birmensdorf der Führungstreffer gelang. Im Anschluss an einen Cornerball reagierte der Ex-Schlieremer Michael Costantino am schnellsten und traf per Kopf zum nicht unverdienten Führungstreffer. Schlieren versuchte in der Folge zu reagieren und öffnete damit seine Abwehr. Dies ermöglichte den Gästen Raum für Konter, wie etwa in der 75. Minute, als Stefan Greber mit einem sehenswerten Zuspiel in die Tiefe Marco Simeone lancierte.

Der FCB-Topskorer schloss mit seinem starken linken Fuss eiskalt zum 0:2 ab. Als selbst die grössten Schlieren-Fans nicht mehr an ihr Team glaubten, erzielte Emanuele Preite fünf Minuten vor Spielschluss mittels Kopfball den Anschlusstreffer.

Der FCS warf nun alles nach vorne und profitierte in der Schlussminute von einem Ballverlust des jungen Leutrim Buqa im Mittelfeld. Cédric Dominé traf mit einem Schuss aus spitzem Winkel via Innenpfosten zum 2:2-Endstand. «Das war eines unserer schlechtesten Spiele. Es ging praktisch nichts, den Punkt nehmen wir daher gerne», zeigte sich Schlieren-Trainer Beat Studer nachdenklich.

Obwohl sein Team den Vollerfolg knapp verpasste, war sein Gegenüber Daniel Margeth zufrieden: «Meine Mannschaft war tak-tisch wie auch kämpferisch tadellos und hätte den Sieg verdient.»

Ein Trainingslager in Mallorca soll dem FCB nun helfen, dass er in der Rückrunde solche Spiele gewinnen kann.