Fussball
Zwei Penaltys und zwei entscheidende Minuten

Drittligist Birmensdorf verliert auswärts gegen Albisrieden nach hartem Kampf und zwei Elfmetern mit 3:1. Das Spiel startete auf beiden Seiten sehr hektisch und körperbetont.

Doris Häusermann
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Albisrieden-Schlussmann Frick liess sich von den Limmattalern nur einmal überwinden. DHA

Albisrieden-Schlussmann Frick liess sich von den Limmattalern nur einmal überwinden. DHA

Limmattaler Zeitung

Diese Spielweise führte zu vielen Fehlpässen, die der Gegner jeweils ungenutzt liess. In der 14. Spielminute hätten die Gäste aus Birmensdorf gerne einen Penalty bekommen, der Schiedsrichter liess jedoch weiterspielen. Im Gegenzug dazu verpasste das Heimteam die Führung nur knapp. Der Ball wurde vor dem Tor noch entscheidend abgelenkt.

Beide Mannschaften waren bemüht, spielten grossteils aber zu kompliziert. In der Mitte der ersten Halbzeit war es Birmensdorf, das mit einem gefährlichen Weitschuss den Keeper von Albisrieden forderte. Die nächste Grosschance gehörte dann aber wieder dem Heimteam. Paradiso konnte den Ball gerade noch auf der Linie retten.

Die Mannschaften wechselten sich nun mit Torchancen ab. Nach einem ungefährlichen Freistoss von Birmensdorf setzte Albisrieden zum Gegenangriff an, traf aber nur das Aussennetz. In der letzten Minute der Halbzeit kam Birmensdorf zur wohl grössten Torchance bis anhin. Der Ball knallte aber lediglich an die Latte.

Nach der Pause ging das Spiel aggressiv weiter. Birmensdorf versuchte seine Stürmer mit weiten Bällen in die Spitze zu lancieren. Durch eine Unachtsamkeit in der eigenen Abwehr konnte Albisriedens Albisser plötzlich auf Angstmann losziehen. Birmensdorfs Torhüter war es nur noch möglich diesen durch ein Foul im Strafraum zu stoppen. Schmidt nahm Anlauf und verwertete den Penalty sicher zur 1:0-Führung.

Die Stürmer des Heimteams wurden nun öfters durch die Schnittstellen der Birmensdorfer Verteidigung lanciert. Der glänzend reagierende Angstmann liess aber vorerst kein weiteres Tor zu. In der 70. Minute tauchte Birmensdorf auch wieder einmal vor dem gegnerischen Tor auf. Nach einer vergebenen Chance eroberte es sich den Ball im Mittelfeld zurück. Es folgte ein schneller Querpass zu Pezzuto, welcher zum zwischenzeitlichen Ausgleich einschieben konnte.

Die Wende nach dem Ausgleich

Schlag auf Schlag ging das Spiel weiter. Nur zwei Minuten nach dem Ausgleich wurde ein Spieler von Albisrieden im Strafraum von den Beinen geholt. Der Schiedsrichter entschied wiederum auf Penalty. Schmidt verwertete auch diesen Penalty sicher.

Birmensdorf hatte bei dieser Aktion Glück im Unglück. Bei näherem Hinschauen hätte nämlich nicht Nötzli, sondern der bereits vorbelastete Angstmann für dieses Foul Gelb sehen müssen, was zu seinem Ausschluss geführt hätte. In der Endphase des Spiels gab es für die Gäste nur noch ein Motto: alles nach vorne. Es kam, wie es kommen musste. Albisrieden hatte bei Gegenangriffen viel Raum und konnte in der Nachspielzeit durch einen sehenswerten Treffer von Fernandez zum 3:1 Schlussresultat einschiessen.

Albisriedens Trainer Roger Balmer, war nach dem Sieg überglücklich. «Meine Mannschaft hat eine tolle Gesamtleitung gezeigt. Wir haben viel gearbeitet und sind endlich dafür belohnt worden. Unser Sieg ist nicht gestohlen!» Enttäuscht zeigte sich hingegen Birmensdorf Trainer Daniel Margreth, er machte vor allem die Abwesenheit von Petrovic für ein anfangs defensives Spiel seiner Mannschaft verantwortlich. «Hätten wir nach dem Ausgleich nicht gleich wieder ein Gegentor erhalten, hätten wir das Spiel vermutlich kehren können.»