Eishockey
Zwei Happy Ends am Gruselabend

Die Limmattal Wings gewinnen das dritte 3.-Liga-Match in Serie – 4:3 gegen Affoltern. Reto Schneider bestritt mit den Limmattal Wings sein erstes Match seit zweieinhalb Jahren. Und war gegen Affoltern am Albis gleich erster Torschütze seines Teams.

Raphael Biermayr
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Reto Schneider (Zweiter von rechts) erzielt bei seinem Comeback das erste Wings-Tor, Alexander Marty (ganz rechts) das letzte.bier

Reto Schneider (Zweiter von rechts) erzielt bei seinem Comeback das erste Wings-Tor, Alexander Marty (ganz rechts) das letzte.bier

Ein Comeback nach Mass. Reto Schneider bestritt mit den Limmattal Wings sein erstes Match seit zweieinhalb Jahren. Und war gegen Affoltern am Albis gleich erster Torschütze seines Teams. Ein persönliches Happy End nach einer langen Absenz, hervorgerufen durch einen komplizierten Handbruch während der Vorbereitung auf die Saison 2011/12. Schneider traf per Schlenzer von der blauen Linie kurz vor Ende des ersten Abschnitts zum 1:1.

Es war die einzige positive Meldung der Wings bis dahin. In einem der vermutlich langsamsten 3.-Liga-Spiele der letzten Jahre wurde offenkundig, dass die Absenzenliste der Limmattaler lang geworden ist: Verteidiger Dino Boner fällt mit einer mehrfachen Rippenfraktur aus, dazu musste gegen Affoltern auch Flurin Crüzer nach zehn Minuten wegen Rippenschmerzen Forfait erklären. Zum Glück für die Wings war mit Aufsteiger Affoltern eine behäbige Mannschaft zugegen. Allerdings: Ohne Torhüter Thomas Gebistorf hätte es auch gegen diesen Gegner schlecht geendet. Die Leistung des Hünen im Wings-Tor war mit Ausnahme des ersten Gegentreffers bestechend.

Gruseliges an Halloween

Mit dieser Absicherung im Rücken erreichten die Gastgeber in dieser Partie ein glückliches Ende. Nachdem sein Team sich vom 1:3 zum 3:3 herangekämpft hatte, erzielte Topskorer Alexander Marty den Siegtreffer. Wenngleich er eigentlich nichts dafür konnte: Ein Geschoss von Captain Marco Birrer traf Marty, der dem Torhüter die Sicht nahm, und landete im Netz. Der Sieg in dieser schauderhaften Partie am Halloweenabend schmeichelte den Wings, selbst wenn sie einige hochkarätige Chancen versiebten. Auch Cyrill Hruby gehörte zu den «Sündern». «Ich bringe die Scheibe im Moment einfach nicht rein», stellte er im Anschluss fest. Trotzdem war er der beste Feldspieler auf dem Eis, seine Mannschaftsdienlichkeit war vorbildlich. So grub er beispielsweise auch vor dem Siegtreffer den Puck an der Bande aus.

Klare Worte des Trainers

Torhüter Gebistorf las den Grund für die Hausse nach dem schlechten Saisonstart aus der Statistik: «Wenn wir im letzten Drittel zu null spielen, gewinnen wir.» Das war die letzten drei Matches so. Nach einer Pause bekommen es die Wings am 11. November mit einem Gradmesser zu tun, wenn sie in Sursee antreten.

Die grösste Hoffnung von Trainer Matthias Honegger: Dass sich in der spielfreien Zeit einige Akteure erholen. Er nahm trotz des Sieges kein Blatt vor den Mund nach dem Affoltern-Match: «Das war grottenschlecht heute. Aber wie sollte es auch anders sein, wenn man immer wieder mit einer anderen Mannschaft spielt?»

Marco Birrer freut sich derweil auf ein Highlight in seiner Funktion als Trainer der zweiten Mannschaft. Am Sonntag kommt es um 18 Uhr im Tägerhard zum ersten Limmattaler 4.-Liga-Derby der Geschichte, wenn die Wings-Reserven die Urdorfer Reserven empfangen.