Fussball
Zurück auf der Erfolgsspur

2. Liga: Der FC Schlieren gewinnt auswärts in Oerlikon deutlich mit 4:1

Michel Sutter
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Die Entscheidung: Rinor Kelmendi (rechts) kann Schlierens Selcuk Salsivari nur noch per Foul stoppen. Den fälligen Elfmeter verwandelt Preite zum 4:1.

Die Entscheidung: Rinor Kelmendi (rechts) kann Schlierens Selcuk Salsivari nur noch per Foul stoppen. Den fälligen Elfmeter verwandelt Preite zum 4:1.

Michel Sutter

«Sehr zufrieden» – so fasste Antonio Caputo nach dem Schlusspfiff seine Gemütslage zusammen. Kein Wunder. Der Schlieremer Trainer hatte am gestrigen Sonntagnachmittag mit seinen Schützlingen gerade souverän auswärts gewonnen – gegen den FC Oerlikon/Polizei, der letzte Saison noch in der 2. Liga interregional gespielt hatte. «Wir waren im Kopf bereit. Wir wollten eine Reaktion zeigen auf die vergangenen beiden Niederlagen», erklärte er, «und das ist uns gelungen.»

Und wie. Bereits nach acht Minuten brachte Pierre Gattiker die Gäste mit einem sehenswerten Schuss in Führung. Das 1:0 schien bei den Schlieremern, die erst am Donnerstag ihre letzte Partie bestritten hatten, befreiend zu wirken. Sie hatten in der Folge weitere gute Torchancen – die besten erneut der starke Gattiker und Souhel Eddine Muhi.

Effiziente Schlieremer

Oerlikon/Polizei hingegen leistete sich Unkonzentriertheiten in der Defensive. Davon konnten die Schlieremer kurz vor der Pause profitieren, als Giuseppe Sorrentino plötzlich alleine auf Oerlikons Goalie Maximiliano Cossa zulaufen und das 2:0 erzielen konnte.

Fast auf dieselbe Weise schoss Sorrentino in der Schlussviertelstunde dann das 1:3: Wieder konnte er alleine auf Cossa zustürmen, und wieder bezwang er der Oerliker Schlussmann. Zwischenzeitlich hatte derselbe Cossa nach einem Foulpenalty auf 1:2 verkürzt.

Mit dem 3:1 war die Partie entschieden, doch Schlieren kam noch zu einem weiteren Tor: Selcuk Sasivari wurde von Rinor Kelmendi im Strafraum gestoppt, der Schiedsrichter entschied auf Penalty. Emanuele Preite liess sich diese Chance nicht entgehen und traf zum Schlussstand.

Zufriedener Trainer

Dass seine Mannschaft auswärts gleich so klar gewinnen würde, damit hatte Caputo nicht gerechnet. «Aber wir wollten hier etwas holen und wussten, dass wir uns nach dem Spiel gegen YF Juventus steigern mussten», erklärte Caputo. Nach den beiden Niederlagen gegen Regensdorf und Juventus sei es nicht einfach gewesen, die Mannschaft wieder aufzubauen. Aber er wisse um die Qualität seiner Mannschaft: «Wir haben tolle Jungs, tolle Charaktere, die gerne für Schlieren spielen.» Trotzdem hält der Schlieremer Trainer am Saisonziel fest. «Wir wollen den Klassenerhalt schaffen», sagt er und fügt an: «Wir sind in diese Liga aufgestiegen, das darf man nicht vergessen. Wir sind hier nicht Favorit.»

Gegen Birmensdorf Favorit

Das wird im Cup am kommenden Samstag anders sein. Dann trifft Schlieren nämlich auf den Drittligisten Birmensdorf. Dass seine Mannschaft nun endlich wieder mal ein paar spielfreie Tage hat, darüber ist Caputo froh. «Endlich haben wir wieder mal eine normale Trainingswoche», sagt er und lacht.