Die Stadt Zürich habe ein Interesse daran, dass die ZSC Lions langfristig den sportlichen Erfolg sowohl im Spitzensport als auch in der Nachwuchsausbildung erhalten könnten. Dies betonten vier Stadträte und ZSC-CEO Peter Zahner am Mittwoch vor den Medien.

Mit einer eigenen Arena, dem "Theatre of Dreams", könne dazu eine wichtige Voraussetzung geschaffen werden. Deshalb will der Stadtrat die private Initiative der ZSC Lions weiter unterstützen.

Konkret will er dem Eishockeyclub das städtische Grundstück in Altstetten im Baurecht für die Dauer von 65 Jahren und einem anfänglichen Baurechtszins von 35'000 Franken pro Jahr überlassen. Zusätzlich soll der ZSC Lions Arena Immobilien AG ein Darlehen von 120 Millionen Franken gewährt werden, das innerhalb von 65 Jahren zurückbezahlt werden muss.

Schrebergärten müssen weichen

Nach der Inbetriebnahme der Arena voraussichtlich im Jahr 2022 will der Stadtrat bis längstens 2084 einen jährlich wiederkehrenden Betriebsbeitrag von 2 Millionen Franken an die ZSC Lions Arena Immobilien AG leisten. Im Gegenzug erhält die Stadt die Möglichkeit, die Trainingshalle in der Arena während maximal zehn Tagen pro Jahr für sportliche oder andere nicht kommerzielle Zwecke zu nutzen.

Zudem hat der Stadtrat einen Objektkredit von maximal 2,8 Millionen Franken für die Altlastensanierung auf dem Grundstück in Altstetten sowie einen Objektkredit von 1,9 Millionen Franken für allfällige von der Stadt zu tragende Erschliessungsmassnahmen beschlossen.

Über die Beteiligungen der Stadt muss nun zunächst der Gemeinderat entscheiden. Anschliessend hat das Volk das letzte Wort - voraussichtlich im Sommer oder Herbst 2016. Der Baubeginn ist für 2019 vorgesehen. 120 Schrebergärten müssen dem Projekt weichen.

Von nationaler Bedeutung

Die zukünftige Eishockey- und Sportarena soll eine Sportstätte von nationaler Bedeutung werden. Neben der Haupthalle mit 11'600 Plätzen sind eine Trainingshalle sowie Restaurants und Büroflächen geplant.

Die Investitionskosten betragen gesamthaft 169 Millionen Franken. Der ZSC bringt 36 Millionen Franken auf - davon sind 30 Millionen Franken für die Erstellung der Arena vorgesehen, 6 Millionen Franken als Betriebsmittel; zu je einem Drittel beteiligen sich Walter Frey, Peter Spuhler und die Swiss Life. Von Bund, Kanton und Dritten sind Investitionsbeiträge in der Höhe von 19 Millionen Franken geplant.

Für die Lions sei ein eigener Käfig überlebenswichtig, sagte CEO Zahner. Im Hallenstadion, wo die Lions ihre Heimspiele austragen, komme es zu oft zu teuren Terminkollisionen.