Wie EHCU-Sportchef Ruedi Haas bestätigt, ist der ehemalige NLA-Spieler ein Kandidat für die Nachfolge des scheidenden Dani Hüni. «Ich habe mit ihm Gespräche geführt», bestätigt Haas, der McLaren an diesem Abend nicht angetroffen habe.

Gemäss dem Sportchef ist der Schweizkanadier eine von mehreren Optionen. Der nicht genannte Kandidat vom vergangenen Samstag sei nicht McLaren gewesen, sondern ein in der Schweiz wohnhafter Slowene, der zuletzt in Österreich gearbeitet habe.

Die Findung eines neuen Trainers dauere aber noch an - nicht zuletzt, weil noch kein genaues Profil erstellt sei. Gemäss Haas wurde im Verein sogar von einem Profitrainer gesprochen, der mit weiterreichenden Aufgaben betraut würde. Im Fall dieser Lösung würde die Frage nach der Finanzierung laut werden.

McLarens abwechslungsreiche Vergangenheit

Sollte die Wahl doch auf Don McLaren fallen, würde ein bekannter Name im Schweizer Eishockey in Urdorf wirken. Nicht zuletzt, weil der Stürmer für gleich sechs Vereine in der NLA (Ambri, Zug, ZSC) und NLB (Olten, Thurgau, Bülach) spielte. Der heute 51-Jährige schaffte es 1995 in die Schlagzeilen, indem er aus der 2. Liga zurück in die NLA zum ZSC wechselte, nachdem er den Schweizer Pass erhalten hatte.

McLaren gilt als teuerster 2.-Liga-Spieler der Geschichte Bei Vorwärts Bruggen, das von 1992 bis 1995 ohne Punktverlust von der 4. in die 1. Liga aufstieg, soll er verschiedenen Quellen zufolge 100 000 Franken verdient haben.

Von Urdorf gefürchtet

In der Zeit in Bruggen, einem Vorgängerverein des heutigen EHC St. Gallen, traf der Stürmer während der Saison 1994/95 auch auf Urdorf. Das «Limmattaler Tagblatt» setzte nach einer Demonstration McLarens gegen die «Stiere» - er sammelte total 78 Skorerpunkte in 20 Spielen - den Titel: «McLaren machte bumm bumm, dann fiel Urdorf um.» Vielleicht bringt er künftig mit den Limmattalern andere Teams zu Fall.