Unihockey

«Wir bezahlen mit vielen Jungen noch Lehrgeld»

Der eingewechselte UHL-Torwart Alexander Bosch und Co. waren gegen Lenzburg unter Dauerdruck. boss

Der eingewechselte UHL-Torwart Alexander Bosch und Co. waren gegen Lenzburg unter Dauerdruck. boss

Der Zweitligist Unihockey Limmattal agiert zu passiv und verliert gegen Lenzburg gleich mit 2:6. Nach zwei dummen Gegentoren, wurden sie mit einem Doppelschlag «definitiv auseinandergenommen».

Um sich einen besseren Überblick zu verschaffen, verfolgte UHL-Trainerin Jasmin Wani das erste Drittel von oben, von der Zuschauertribüne aus. Das Coaching überliess sie Assistent Ioannis Stavropoulos und dem verletzten Sandro Pedrocchi.

«Zwei dumme Gegentore»

Bereits in der dritten Spielminute musste sie zusehen, wie ihr Team durch Bürki nach einem Freistoss von Senn in Rücklage geriet. Dieser Schock beeinflusste den Fortgang. «Lenzburg hat uns überrascht, wir haben den Gegner nicht so offensiv eingestellt erwartet», gestand Stavropoulos. Dem aggressiven Forechecking der Aargauer konnten die Gäste wenig entgegensetzen. In der 13.Minute griffen sie den Lenzburger Marti nicht an: 2:0. «Wir begannen mit drei Blocks und erhielten zwei dumme Gegentore», sagte Wani.

Hoffnungslose Situation

Nach dem missglückten Startdrittel wechselte die 27-Jährige wieder in die Aktivzone. Doch die Wende blieb aus. Burkhalter erhöhte in der 23. Minute auf 3:0. Definitiv auseinandergenommen wurden die Zürcher durch den Doppelschlag von Niederberger (32.) und Gilli (33.) innert 43 Sekunden zum 5:0. Beschränkt neue Hoffnungen bescherten David mit seinem Hocheckschuss zum 5:1 und der Torhüterwechsel von Fritsche zu Bosch 61 Sekunden später.

Nach Kerns Verkürzung auf 2:5 (52.) konnten die Besucher auch aus der zweiten Lenzburger Zweiminutenstrafe keinen Nutzen ziehen: Bosch machte je nach Situation einem sechsten Feldspieler Platz – vergeblich. Marti begrub die letzten Hoffnungen der Zürcher mit seinem zweiten Treffer zum Endstand (57.) von 6:2. «Solche Tage gibt es, das gehört zum Sport», sagte Wani.

Optimistischer Blick nach vorne

Die Saison haben die Limmattaler jedoch keineswegs abgeschrieben. «Diese Gruppe liegt sehr eng beieinander und mit einem guten Lauf ist noch viel möglich», sagt Wani mit Blick nach vorne.

Konsequenzen aus dieser Niederlage hat Wani, die soeben ihr Medizinstudium abgeschlossen hat, nicht vorgesehen. «Wir hatten viele Zuzüge und zahlen mit den beiden neuen Goalies und vielen Jungen aus dem eigenen Nachwuchs noch Lehrgeld, denn die erste Saisonhälfte dient dem Aufbau», erklärt Wani.

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