Eishockey

Wings-Chaos: Der Trainer will ein Forfait, der Präsident die Strafe nicht zahlen

Finden die Limmattal Wings wieder zueinander?

Finden die Limmattal Wings wieder zueinander?

In der letzten 3.-Liga-Saison-Begegnung setzte es für die Limmattal Wings gegen den Dominator Bülach eine 1:15-Klatsche ab. Die Demütigung folgte im Anschluss an eine Posse.

Die Wings traten zu dieser Partie nur mit acht Spielern an. Infolge Verletzungen, Ferienabsenzen – und unentschuldigtem Fernbleiben. Trainer Matthias Honegger fasste angesichts dieser Ausgangslage gar eine Forfaitniederlage ins Auge. Grund: Er wollte sich gegen seine Bekannten aus einem Ex-Verein nicht blamieren. Er habe Präsident Mike Weiss über sein Vorhaben informiert, dieser habe ihn aber nicht unterstützt: «Er wollte die Strafe von 500 Franken nicht zahlen», sagt Honegger. Dieser Betrag ist bei einer Forfaiterklärung fällig. «Wir geben sicher nicht Forfait, nur weil einige den Kopf hängen lassen», sagt Weiss.

Die Geschichte verdeutlicht den fragilen Zustand der Wings. Nur ein Jahr, nachdem es so ausgesehen hatte, als ob der Verein zukunftsgerichtet sein würde. Vor der Saison formulierte diese Zeitung fünf Punkte, die die Limmattaler zwingend erfüllen müssen, um an den Erfolg der Vorsaison anzuschliessen. Die Wings erfüllten keinen einzigen. Am schwersten ins Gewicht fiel erwartungsgemäss die dünne Verteidigerdecke, nach den Ausfällen von Dino Boner und Jürg Dietiker herrschte Chaos.

Weil Nicolas Gamper und Hani Weber ebenfalls verletzt ausfielen, waren die Wings bald auch in der Offensive empfindlich geschwächt. Cyrill Hruby wurde zwar wiederum Topskorer – diesmal aber «nur» des Teams und nicht der Liga-Gruppe. Die Wings stehen vor dem Nichts – wieder einmal. In der Vergangenheit haben sie es immer geschafft, ein Team zu stellen; manchmal – wie in der vorletzten Saison – ein richtig gutes. Deshalb ist es verfehlt, einen Nachruf zu verfassen.

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