Die Frage «Kann der FC Dietikon gegen Mannschaften aus der Region Basel keine Tore mehr erzielen?» blieb in Dornach in den ersten 45 Minuten unbeantwortet. Wohl begannen die Limmattaler dieses vor allem in der Schlussphase aufregende und mitreissende Spiel druckvoll und hatten durch Shaho Maroufi in der 4. Minute eine erstklassige Tormöglichkeit. Der Mittelfeldspieler scheiterte aber am stark spielenden Dornach-Torhüter Nikola Veselinovic.

Es war dann in der Folge das Heimteam, welches mit seiner ersten Torgelegenheit das Skore eröffnete. Nach einer verunglückten Abwehraktion der Dietiker Gäste war Ardit Osmani zur Stelle, der in der 11. Minute den Ball unhaltbar für Torhüter Joao Ngongo unter die Torlatte schmetterte.

«Wir haben in der Rückrunde sieben Treffer erhalten, dies nach Fehlern im Spielaufbau oder nach fehlerhaften Abwehraktionen. Damit müssen wir aufhören», sagte Trainer Goran Ivelj zur Gegebenheit, dass sein Team plötzlich einem Rückstand nachrennen musste. Der Übungsleiter fügte an, dass die Spieler zudem die Torchancen nützen müssen.

Der Gegentreffer verunsicherte die Dietiker, und das Heimteam kam besser ins Spiel. Nach einer sehenswerten Angriffsaktion verpasste Cihad Kahraman das 2:0 (21.), und wenig später schoss Kaan Sevinc den Ball aus guter Abschlussposition in die Hände von Ngongo. Die beste Möglichkeit zum Ausgleich hatte Maroufi, doch setzte er seinen Abschluss knapp neben das Dornacher Torgehäuse (25.).

Nach der Pause kehrte der FC Dietikon eindrücklich ins Spiel zurück. «Wir hatten klar mehr Spielanteile», erklärte Ivelj die Phase, als die Zürcher vehement auf den Gleichstand drückten. Dieser fiel dann in der 77. Minute durch einen Foulpenalty; allerdings erst im zweiten Versuch. Den ersten Schuss von Ivica Cokolic hatte Veselinovic, der den Elfmeter verschuldete, pariert, doch liess Schiedsrichter Daniel Lopez den Penalty wiederholen.

Die Limmattaler hatten nach dem Gleichstand das Geschehen eigentlich im Griff und standen einem zweiten Treffer näher als das Heimteam. Die Gäste haderten nach Spielschluss ebenfalls mit der Tatsache, dass sie nicht einen weiteren Penalty zugesprochen bekamen und dass in der 80. Minute Maroufi nur den Pfosten traf. «Mit dem Punktgewinn bin ich zufrieden», sagte Goran Ivelj zur Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel.

«Wir konnten frei aufspielen», freute sich auf der Gegenseite Durim Ibrahimi am Punktgewinn der Dornacher. Ibrahimi, der in der vergangenen Saison noch beim FC Dietikon spielte, wurde in der 28. Minute für den verletzt ausgeschiedenen Sehid Sinani eingewechselt. Trotz diesen erneuten Punktverlusten bleibt Dietikon zwei Zähler vor dem ersten Verfolger Seefeld. Die Zürcher kamen bei Kilchberg-Rüschlikon nicht über ein torloses Unentschieden heraus.