Nachdem das letztwöchige Auswärtsspiel gegen Adelboden, wo die Argovia Stars als Favorit antraten, unglücklich und unnötig verloren gegangen war, kamen am 31.10.2015 155 Zuschauer auf der KEBA in Aarau zusammen, um zu sehen, ob die Aargauer im Heimspiel gegen den Tabellenführer EHC Thun wieder zum Siegen zurückkehren konnten. 

Vielversprechendes erstes Drittel

Zu Beginn hielten die Aussenseiter aus dem Aargau sehr gut dagegen und hatten mindestens so viele Chancen auf die Führung wie die Berner. Just im zweiten Powerplay für die Argovia Stars misslang dann aber ein Querpass und der sehr starke Manuel Neff konnte Thun mit dem Gegenstoss in der 10. Minute souverän in Führung bringen.

Nach diesem Shorthander zeigten die Aargauer jedoch Moral und eine starke Reaktion. Der Ausgleich gelang Samuel Rechsteiner in der 14. und gar der Führungstreffer Pascal Wittwer in der 19. Minute. Somit gingen die Teams mit dem eher überraschenden Drittelsresultat von 2:1 in die Pause.

Verpasste Entscheidung im Mitteldrittel

Die zweite Periode begann mit einem Paukenschlag gegen die Heimmannschaft. Im ersten Einsatz nach Wiederaufnahme des Spiels musste der Ausgleichstreffer hingenommen werden. Das schmerzte natürlich sehr, weiss man doch, wie wichtig es ist, um die Pausen herum kurz vor und kurz nach den Sirenen konzentriert zu sein und keine Gegentore zuzulassen.

Nach dem Ausgleich entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem es die Hausherren leider verpassten, aus den drei gegen den EHC Thun ausgesprochenen Strafen mit den entsprechenden Überzahlsituationen Profit zu schlagen. Somit blieb der frühe Ausgleichstreffer das einzige Tor in diesem Abschnitt. Das Schlussdrittel versprach also, spannend zu werden.

Spannung bis am Ende

Das Spiel hielt, was es bisher versprochen hatte und blieb ausgeglichen, bis es dann in der 46. Minute erneut der Thuner Neff war, der auf Zuspiel des ebenso starken Pascal Rossel (die beiden Spieler hatten je bei allen drei bisherigen Toren den Stock im Spiel) die erneute Führung für den Gast realisieren konnte.

Die Argovia Stars bäumten sich gegen die drohende Niederlage auf und kamen auch zu Ausgleichschancen, die sie aber allesamt nicht nutzen konnten. Im Gegenteil: In der 59. Minute konnten die Thuner die Entscheidung endgültig sicher stellen und auf 2:4 erhöhen.

Wieder sehr nahe an der Spitze

Dass erneut keine Punkte geholt werden konnten, wirft das Team natürlich im Rennen um die Playoffplätze etwas zurück, der Rückstand auf den Strich beträgt momentan 6 Punkte. Zieht man jedoch in Betracht, wie nahe die junge Mannschaft von Andy Wehrli und Eric Wittwer an den Spitzenteams dieser Gruppe teilweise dran war, wie wenig jeweils nur fehlte, um den einen oder anderen Punkt als Aussenseiter abzuholen, kann man berechtigtermassen guter Hoffnung sein, dass die aargauer Equipe im Verlauf der Meisterschaft noch viel Fortschritte machen und Freude bereiten wird.