Die Wettkampfsaison ist für die Urdorfer Kunstturnerinnen bis Programm 2 bereits zu Ende. In Meggen zeigten sie nochmals ihr Können, welches sie sich im vergangenen Jahr in 4 Training pro Woche angeeignet hatten. Der Aufwand hat sich gelohnt und die Fortschritte der Urdorferinnen dürfen sich sehen lassen.

Auf Grund verschiedener Absenzen waren am Luzerner Kunstturnerinnentag in Meggen nur zwei Urdorferinnen am Start: Sarah Fehrenbacher und Alexa Hillebrand. Am letzten Qualifikationswettkampf vor der Schweizer Juniorinnenmeisterschaften gelang Sarah eine persönliche Bestmarke.

Am Boden und Balken holte sie sich dank aller geturnten Schwierigkeiten die maximalen Ausgangswerte. Auch am Barren gelangen die Höchstschwierigkeiten Riesenfelge und Handstand. Mit 47.95 Punkten erreichte Sarah schliesslich den sensationellen 14. Rang in der Leistungsklasse P2, was einen Startplatz an der SJM sicher einen Schritt näher brachte.

Weniger glücklich turnte Alexa. Im Einturnen hinterliess sie einen sicheren Eindruck. So gelangen ihr die Handstände am Barren ebenso wie am Balken in perfekter Ausführung. Doch im Wettkampf scheiterte sie gerade an diesen beiden Geräten. Zwei Stürze am Barren und gar drei am Balken brachten nicht mehr gut zu machende Abzüge. Dank einer schönen Bodenübung und einem sicheren Sprung wurde Alexa schliesslich 34.

Bestleistungen der Saison

Dann durften die P1-Turnerinnen starten. Für die einen war es der letzte Wettkampf in dieser Kategorie und sie freuten sich besonders, ihre Übungen zum letzten Mal zu präsentieren.

Ihre persönliche Bestleistung zeigte Tabea Hug. Während der ganzen Saison hat sie sich an den Wettkämpfen sowie im Training konstant gesteigert. Jede Schwierigkeit gelang ihr und sie durfte verdient eine Auszeichnung auf Rang 12 von total 115 Turnerinnen entgegennehmen.

Tabea hat gute Chancen, einen Startplatz an den Schweizer Juniorinnenmeisterschaften zu erhalten. Ebenfalls die Bestleistung der Saison konnte Aline Schöpfer zeigen. Die ehrgeizige Turnerin hatte mit viel Selbstvertrauen an allen vier Geräten saubere Übungen geturnt und wurde dafür mit einer Auszeichnung auf Rang 24 belohnt.

Angela Schillig verbesserte sich ebenfalls im Vergleich zum letzten Wettkampf. Mit guten Übungen erturnte sie sich Platz 41 und eine Auszeichnung. Joya Lienberger kam nicht richtig in den Wettkampf, sie stürzte am Schwebebalken bei der Pirouette. Die ansonsten so routinierte Turnerin musste einige kleine Fehler einstecken und wurde mit dem letzten Auszeichnungsrang 42.

Nicht nach Wunsch lief es Jessica Gjetaj. Mit Konzentration begann sie ihre Balkenübung, musste jedoch einmal das Gerät verlassen und berührte beim Abgang, dem Grätschristsprung, mit den Händen den Boden.

Am Boden fing sie sich wieder auf und präsentierte elegant ihre Choreographie, was ihr 13.60 Punkte einbrachte. Sie klassierte sich unglücklicherweise 2 Ränge hinter den begehrten Abzeichen auf Rang 44. Auch Leonie Jeitziner schrammte knapp an den Auszeichnungen vorbei.

Sie vergab am Boden wichtige Punkte, da sie ein Blackout während der Choreographie hatte und ihr somit 2 Elemente nicht angerechnet wurden. Obwohl sie an den anderen Geräten gut turnte, konnte sie diese verlorenen Punkte nicht wettmachen.

Den jüngeren P1-Turnerinnen lief es durchzogen. Am Balken mussten einige Stürze in Kauf genommen werden. Mit sauberen Bodenübungen bewiesen die 6 Turnerinnen jedoch, dass sie ein gutes Potential haben und nun hart trainieren werden, um dies nächstes Jahr allen zu beweisen.

Drei Auszeichnungen für Weiningen

Auch die Weinigerinnen waren im P1 vertreten. Etwas Pech hatte Bernadette Fries am Barren, konnte aber am Balken (13.95) ganz gut ihre Leistungen abrufen. Mit 48.05 Punkten bekam sie auf dem 28. Platz die Auszeichnung. Auch Vanessa Zimmermann erhielt die Auszeichnung mit 46.70Punkten und 39.Rang. Sie brillierte am Balken mit 14.45 Punkten.

Weiningens Noelia Haider, Léonie Saxer, Aurora Battiato (oben, v.l.), Vanessa Zimmermann, Bernadette Fries, Mira Stalder, Dunia Tamim, Ivana Mohn (unten, v.l.)

Weiningens Noelia Haider, Léonie Saxer, Aurora Battiato (oben, v.l.), Vanessa Zimmermann, Bernadette Fries, Mira Stalder, Dunia Tamim, Ivana Mohn (unten, v.l.)

In den verschiedenen Disziplinen steigerte sich Ivana Mohn. So zeigte sie eine sehr schöne Balken- und Bodenübung und erreichte mit total 43.90 Punkten den 66.Rang. Die schlechte Schwunghaltung am Barren kosteten Samira Caviezel viele Punkte, so dass sie ins hintere Mittelfeld rutschte.

Für die Turnerinnen der Kategorie EP (5-7jährig) ging es zwar nicht um eine Qualifiaktion, da es in dieser Kategorie keine Schweizermeisterschaft gibt, dennoch lagen die Nerven blank - zulange war wohl die Wartezeit bis zum Auftritt, erst um 18.10 Uhr  startete für sie der Wettkampf.

Das Einturnen gestaltete sich schwierig, doch fassten sich die Weiningerinnen rechtzeitig. Mit einer super Leistung am Barren erreichte Noelia Haider eine glatte 14.00 und somit ihre erste Auszeichnung auf dem 15. Platz. Mira Stalder und Aurora Battiato erreichten exakt dieselbe Punktzahl von 52.25 und holten sich den 12. und 13. Rang (mit Auszeichnung). Léonie Saxer und Dunia Tamim hielten gut mit und platzierten sich noch in der ersten Hälfte der 40 Turnerinnen und freuten sich über ihre Fortschritte.

Nun heisst es abwarten, bis klar ist, welche Turnerinnen die Ehre haben, an den Schweizer Juniorinnenmeisterschaften in Frauenfeld ihr Können zu präsentieren.