Damit, dass sich 610 Athleten zur Racketlon-WM im Schlieremer Vitis Sportcenter anmelden, hat beim Aufgleisen dieses Events niemand gerechnet. Die Erwartungen sind vollends übertroffen, bestätigt auch OK-Präsident Nico Hobi: «Bei der WM 2012 in Schweden hatten sich 480 Athleten angemeldet. Wir haben gehofft, diese Teilnehmerzahl zu erreichen, aber mit über 600 hätten wir nie gerechnet.»

Das enorme Interesse an der Sportart, die Tischtennis, Badminton, Squash und Tennis vereint, stellt das Organisationskomitee vor Platzprobleme. Die Infrastruktur sei nicht für eine solche Masse ausgerichtet, erklärt Hobi und fügt an: «Wir freuen uns und sind sehr gespannt, wie es wird.»

Auch viele Zuschauer im Center

Das Ziel sei es, den Spielplan so zu legen, dass nicht alle Spieler gleichzeitig vor Ort sein werden. «Die Schweizer Spieler werden weniger lang im Sportcenter verweilen als ausländische Spieler, die in drei Turnierhotels untergebracht sind und den Tag erfahrungsgemäss in der Sporthalle verbringen», sagt Hobi, der damit rechnet, dass neben 80 Spielern gleichzeitig ungefähr 200 Zuschauer im Sportcenter in Schlieren sein werden.

Es gibt noch einiges zu tun

Bis zum Turnierstart am 22. November müssen die Spielpläne noch gemacht werden, denn bis morgen Freitag können sich noch immer Athleten abmelden. Die Anmeldefrist musste wegen des grossen Ansturms jedoch bereits verkürzt werden.

Auch die vielen freiwilligen Helfer müssen noch über den Ablauf des Events und ihre Aufgaben informiert werden. Noch immer sind ein paar wenige Helfer ohne Schlafplatz. Hobi und das restliche OK hofft jetzt auf letzte Rückmeldungen von Limmattalern, die bereit sind, Helfer bei sich aufzunehmen. «Auch wenn es nur für eine Nacht ist, wir können jedes Bett gebrauchen», sagt Hobi.

Sechs Schweizer bei der Elite

Der Gründer des Racketlon Swiss Open ist trotz der Strapazen der letzten Wochen sehr zuversichtlich für den Grossanlass. Neben seinen organisatorischen Aufgaben ist Hobi einer von sechs Schweizern, die an der dreitägigen Racketlon-WM in der Elite-Kategorie antreten. Die fünf Männer, darunter auch der Urdorfer Martin Schweizer, rechnen sich Aussenseiterchancen aus. «Wir Männer können voll angreifen und haben nichts zu verlieren», beschreibt Hobi. «Nicole Eisler, die einzige Schweizerin in der Elite, hat gute Chancen sich in den Top Ten zu klassieren», erklärt Hobi weiter.

Top-Favoriten sind andere: «Die Weltnummer eins der Männer, Jesper Ratzer, und der amtierende Weltmeister aus Schweden, Stefan Adamsson, standen sich bei der letzten WM im Halbfinal gegenüber. Ich denke, einer von ihnen wird das Rennen machen.» Bei den Frauen sei die Situation ähnlich, sagt der Schweizer Racketlon-Pionier: «Die amtierende deutsche Weltmeisterin Nathalie Zeoli wird sich wahrscheinlich ein Duell mit der Tschechin Zuzana Kubanova liefern.»

Übernachtungsmöglichkeiten gesucht

Wer Volunteers bei sich aufnehmen möchte, kann sich per E-Mail an info@racketlonswissopen.ch wenden.