Eidgenössisches Turnfest
Weiningen schafft es in letzter Minute in die zweite Stärkeklasse

Der TV Weiningen startet am Eidgenössischen Turnfest in Biel statt wie vorgesehen in der dritten doch noch in der zweiten Stärkeklasse. Durch die Motivation der Startenden können noch ein paar Turner überzeugt werden auch nach Biel zu reisen.

Claudine Müggler
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Impressionen vom dreiteiligen Vereinswettkampf des TV Weiningen
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Beim Schleuderball
Beim Schleuderball
Beim Schleuderball
Beim Schleuderball
Beim Schleuderball
Beim Schleuderball
In der Team-Aerobic
In der Team-Aerobic
In der Team-Aerobic
In der Team-Aerobic
In der Team-Aerobic

Impressionen vom dreiteiligen Vereinswettkampf des TV Weiningen

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Als die Weininger bemerkten, dass nur vier Turner fehlten, um in der zweiten Stärkeklasse starten zu können, mobilisierten sie alle Kräfte, um in der höheren Kategorie antreten zu können. «Zum Schluss sagte sogar noch unser Oberturner Andreas Marti zu, die Übung an den Schaukelringen mitzuturnen, obwohl er erst noch verletzt gewesen war», sagt Nathalie Zatti, die ebenfalls an den Schaukelringen an den Start ging.

Als Erstes starteten die Weininger in ihrem dreiteiligen Vereinswettkampf im Team-Aerobic. Die Frauen mit einem einzigen Mann in ihren Reihen tanzten ein stimmiges Programm. Zwei Drittel davon mussten Aerobic sein, das letzte Drittel war für alle Vereine frei wählbar.

«Wir sind alle sehr zufrieden», sagte Marion Haug, die Leiterin des Teams, im Anschluss an die Vorführung, «das ist das Wichtigste.» Die leise Enttäuschung kam bei der Punktevergabe. Mit 9,35 Punkten blieben sie unter ihren Erwartungen. Noch vor zwei Wochen gelang ihnen eine Note von 9,5. «Das Resultat ist doch etwas enttäuschend, wir hatten mehr erwartet. Im Vorfeld bereits , aber sicherlich auch direkt nach dem Programm», führte Marina Birrer später vor dem Schleuderball-Wettkampf aus.

Birrer, der anschliessend ein sehr guter Wurf gelang, sagte jedoch:» Ein solches Turnfest ist zwar wirklich schön, allerdings mag ich die kleineren Turnfeste lieber. Dort ist es familiärer und übersichtlicher.» Als Highlight bezeichnete sie nicht etwa ein sportliches Ereignis, sondern die Aufräumarbeiten nach dem Sturm am Donnerstag. «Was in dieser Nacht geleistet wurde, ist schlichtweg grandios.» Nathalie Zatti hingegen ist ganz begeistert vom kompletten Anlass: «Die Stimmung ist einfach super, fast wie auf einem Festival. Unglaublich, was hier alles abgeht, auch ausserhalb des Sports.»

Nach gut vier Stunden ging es für die Weininger im letzten Teil des Wettkampfs an die Schaukelringe. Dort zeigten sie eine Vorstellung, die das Publikum von den Sitzen zu reissen vermochte. Es wurde lautstark applaudiert. Allerdings wurde der Applaus im Anschluss noch getoppt. Denn die Wettinger, grosser Favorit auf den Turnfestsieg, gingen in der Turnhalle an den Start. Die Halle kochte.

Die selbst ernannte letzte Disziplin folgte für die Limmattaler erst am Abend. Nach den schweisstreibenden Wettkämpfen wollten sie am Abend nochmals richtig Gas geben. «Erst gehen wir alle zusammen essen und anschliessend wird gefeiert. Darin sind wir ganz stark», führte Birrer lachend aus.

Heute Vormittag werden sie zurück in Weiningen erwartet. Um 18 Uhr marschieren die Teilnehmer schliesslich im Rahmen des Rebblüetefäschts durch das Dorf, begleitet von den Klängen der Kreismusik Limmattal.