Handball
Weihnachtsmärchen der anderen Art für die U19-Junioren von Dietikon

Es waren einmal fünf junge Handballer aus Dietikon, die gerne in der U19-Kategorie Handball spielen wollten. Leider waren sie nur ein halbes Team und so machten sie sich auf die Suche nach der möglichen 2.Hälfte.

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Das ganz persönliche Weihnachtsmärchen: Die U19 von Dietikon steigt auf.

Das ganz persönliche Weihnachtsmärchen: Die U19 von Dietikon steigt auf.

zvg

Fündig wurden die Dietiker in Baden beim STV Städtli Baden. Allerdings herrschte am Anfang noch rechte Skepsis, ob das gut komme und die Badener Jungs überhaupt mitmachen wollten. Im ersten Probetraining Ende Mai trafen die Zürcher auf die Aargauer, zu denen sich auch noch Spieler von Siggenthal und Lägern Wettingen gesellten. Auf Anhieb war man sich äusserst sympathisch und die gemeinsame Sache war beschlossen.

Bis zur Meisterschaft blieben nicht viele Trainings, einmal pro Woche eine gute Stunde musste reichen. Das Trainertrio aus Dietikon versuchte aus den Jungs das Beste herauszuholen und ihnen eine aufs Team zugeschnittene Taktik zu vermitteln.

Nur zwei Niederlagen kassiert

Der Saisonstart glückte mit Bravour, gewann doch die HSG Limmattal auswärts gegen Horgen-Wädenswil mit 40:28. Der Dämpfer im nächsten Spiel folgte jedoch sogleich, denn die Niederlage gegen Witikon war äusserst schmerzlich und unnötig. Der Schuldige war aber rasch gefunden: Harzverbot und das zu frühe Anspiel am Samstagmorgen passen einfach nicht zum Profil der U19-Spieler.

Die weiteren Spiele fielen, bis auf eine knappe Niederlage gegen Unterstrass, klar zu Gunsten der Limmattaler aus. Bald schon begann die verschworene Truppe mit einem möglichen Aufstieg in die Interklasse zu liebäugeln.

Den direkten Aufstieg als Erstplatzierter musste die HSG dem punktgleichen Team Unterstrass überlassen, das ein klar besseres Torverhältnis vorweisen konnte.

Entscheidungsspiel gegen Lausanne

So kam es am vergangenen Sonntag in der Aue Baden zum Showdown gegen Lausanne. Bis auf den verletzten Raphi Zehnder konnte das Team von Claudia Brandt, Damian Biffiger und Eric Reymond vollständig auflaufen.

Dank einer guten Defensivleistung und konsequentem Tempospiel glückte den Limmattalern ein Steilstart gegen die körperlich überlegenen Westschweizer. Bald schon führten die Gastgeber mit 8:1. Nach dem gegnerischen Team-Time-Out ging das Spiel jedoch nicht mehr so leicht von der Hand und die Lausanner holten Tor um Tor auf. Abstimmungsprobleme in der Defensive, unnötige Ballfehler und zahlreiche Fehlwürfe schienen den Sieg zu gefährden.

Nach der Pause erholten sich aber die Limmattaler und begannen erneut mit Elan aufzuspielen. Durch schnelle Gegenstösse und variantenreiche Spielkombinationen wurde die Führung immer weiter ausgebaut, und die Gastgeber zeigten sich als die klar überlegene Mannschaft.

Obwohl Abwehrchef Joel Wiegand ausfiel, gelang es hinten, den Gegner permanent unter Druck zu setzen und in Schach zu halten. Auch Topscorer Boris Malic konnte wegen einer Muskelprellung nur noch beschränkt eingesetzt werden. Doch wo eine Lücke entstand, sprang sofort ein Teamkollege ein und hielt das Niveau hoch. Diese starke Teamleistung ist bezeichnend für die Mannschaft.

Und so endete das Entscheidungsspiel um den Interaufstieg mit 33:23 für die HSG Limmattal: Ein verdientes Vorweihnachtsgeschenk für eine begeisterte Truppe, die im Sommer zufällig zusammengefunden hat! Die kommenden Wochen werden zeigen, was aus den Jungs noch heraus zu holen ist. Man darf gespannt sein, ob und wie sich das Team in der Ostgruppe der Interklasse behaupten kann.

Limmattal: Pascal Schulz, Joel Gehring; Joel Wiegand, Boris Malic, Marc Bohli, Sascha Burch, Jannik Meier, Philipp Ebner, Colin Brunschweiler, Colin Moser, Maurizio Hitz und David Gregorics.