Faustball

Vom Abstiegskandidat zum überraschenden Überflieger

Schlieremer Höhenflug: Captain Manuel Vogel und sein Team haben den Podestplatz im Visier.Rainer Sommerhalder

Schlieremer Höhenflug: Captain Manuel Vogel und sein Team haben den Podestplatz im Visier.Rainer Sommerhalder

Schlieren kann sich am Samstag den dritten Platz in der NLB sichern. Vor dem letzten Spieltag sind Bedenken über das erklärte Ziel Klassenverbleib ausgeräumt. Die Aufstiegsspiele liegen näher als der Abstiegspoule.

Der Fragezeichen waren viele vor der Saison der Nationalliga B. Nach der Devise «Hauptsache jung» wollten die Schlieremer zusehen, was die Zukunft bringt. Das Ziel war entsprechend zurückhaltend gewählt: Klassenverbleib.

Vor dem letzten Spieltag sind Bedenken über die Zugehörigkeit längst ausgeräumt. Im Gegenteil. Bei einem flüchtigen Blick auf die Tabelle erhält man den Eindruck, dass es für die Schlieremer gar noch höher hätte gehen können. Auf Rang drei liegend, sind sie den Aufstiegsspielen näher als der Abstiegspoule. Doch vom Spitzenduo Olten und Oberentfelden II trennen sie dann doch acht Punkte.

So oder so: Schlieren ist der überraschende Überflieger der Saison. «Der dritte Platz wäre sensationell», lautet der Kommentar von Spielertrainer Marcel Liebi. Dabei musste er oft improvisieren. Die Ausfälle von Yves Stoller und Marcel Gertsch zu Beginn mussten kompensiert werden, was dank dem Rückkehrer Oliver Estermann sowie Lukas Gmür gelang. Das Team fand sich schnell, Zuzug Christian Steuer verlieh ihm Stabilität, 2-Meter-Mann Roger Felchlin sorgte für Belebung im Offensivbereich, wo Liebi generell Fortschritte ausmachte.

Comeback von Hunziker?

In der Schlussrunde am Samstag in Jona geht es für die Schlieremer darum, den dritten Platz zu sichern. Mit vier Zählern Vorsprung auf die Verfolger Neuendorf II und Kirchberg und zwei ausstehenden Matches bedarf es dazu eines Sieges oder nötigenfalls der Rechnerei.

Schlierens Gegner Würenlos und Schneisingen liegen beide in der unteren Tabellenhälfte. Möglicherweise gibt es einen weiteren Grund zur Freude: Sandro Hunziker, vor fast einem Jahr mit einer Knieverletzung ausgefallen, steht in den Startlöchern für ein Comeback. Ob es dazu kommt, wird kurzfristig entschieden. So oder so werde Hunziker auf die kommende Hallensaison hin wieder einsatzbereit sein, sagt Marcel Liebi.

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