Squash

Vitis Schlieren wird vom Thron gestürzt

Das Team von Vitis Schlieren mit Spielertrainer John Williams (rechts).

Das Team von Vitis Schlieren mit Spielertrainer John Williams (rechts).

Überraschend und klar unterlag Vitis Schlieren an der Mannschafts-Schweizermeisterschaft im Halbfinal und musste sich mit dem dritten Platz begnügen.

Das Ziel war klar, die Ausgangslage sehr gut. Als Zweitplatzierter qualifizierte sich Vitis Schlieren für die NLA-Interclub-Playoffs in Uster. Die Titelverteidiger trafen jedoch im Halbfinal auf einen stark aufgestellten Squash Club Uster. «Wir hofften auf Siege von Manuel Wanner und David Heath», blickte Coach und Nummer 1 im Team, John Williams, zurück.

Er selbst rechnete sich schon im Voraus nur wenig Chancen in der Begegnung mit Raphael Kandra aus. Der als Nummer 4 gesetzte Silvio Soom hätte sodann mit einem guten Spiel die Entscheidung bringen oder zumindest Sätze zugunsten der Vitis-Spieler schreiben können. Die Rechnung ging nicht auf. Nicht nur Williams und Soom mussten mit jeweils 0:3 klein beigeben. Auch die grosse Hoffnungen Wanner und Heath verloren ihre Spiele im Halbfinal mit 2:3 und 1:3.

Vor allem mit der Leistung von Manuel Wanner war Coach Williams nicht zufrieden. «Vom einzigen Profi im Team hätte ich erwartet, dass Manuel bis zuletzt alles gibt, das hat er nicht gemacht», hielt er fest, «er war der einzige, der wirklich reelle Chancen auf einen Sieg gehabt hätte.» Rückenprobleme verhinderten bei David Heath einen hundertprozentigen Einsatz. «Es hätte wirklich alles stimmen und das Glück auf unserer Seite sein müssen, um gegen Uster zu gewinnen», gab sich Williams nach dem Spiel jedoch realistisch.

Den kleinen Final klar gewonnen

Während Uster und GC auf Profispieler aus dem Ausland setzten, sei bei Schlieren auch während der Saison konstant dieselbe Mannschaft angetreten. «Wir wussten, dass nach dem Abgang von Nicolas Müller und Marco Dätwyler die Saison hart werden wird», erklärte der Coach. Auch wenn alle vier Teammitglieder nicht schlecht gespielt hätten, gegen ein überragendes Uster hatten sie keine Chancen.

Im kleinen Finale liess Vitis Schlieren jedoch keinen Zweifel an seiner Klasse aufkommen. Gegen den Squash Club Vaduz konnten die Paarungen mit Ausnahme von John Williams alle mit 3:0 gewonnen werden. Williams musste im vierten Satz verletzungsbedingt aufgeben. «Unsere Chancen auf eine Titelverteidigung waren im Nachhinein fast inexistent», meinte David Heath. Somit entspricht der dritte Rang dem eigentlich auch auf dem Papier zu erwartenden Resultat.

Ob das Team in dieser Zusammensetzung auch in der kommenden Saison aufspielen wird oder ob Verstärkung hinzukommt, ist noch offen. «Wenn wir vorne mitspielen wollen, müssen wir jemanden haben, der auf dem Niveau von Olli Tuominen oder Raphael Kandra mithalten kann», ist John Williams überzeugt.

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