Squash

Vitis Schlieren will dieses Jahr Meister werden

Sprang ein: Julien Balbo (vorne), letztjähriger Stammspieler.

Sprang ein: Julien Balbo (vorne), letztjähriger Stammspieler.

Vitis Schlieren zeigt mit einer klaren Vorstellung, was das Ziel ist. Sie wollen dieses Jahr mit ihrem Spielerpotenzial Meister werden. Auch eine Trendwende im Squash: In der stärksten Formation spielen nur Schweizer Spieler.

«Wir wollen in diesem Jahr Meister werden», erklärt Spielertrainer John Williams, ohne tief zu stapeln. «Mit diesem Spielerpotenzial, welches wir aufweisen, darf es kein anderes Ziel geben aus unserer Sicht», ergänzt der gebürtige Australier, welcher als Squash-Schweizer im Team von Vitis Schlieren agiert. Die Schlieremer scheinen für dieses Ziel einen neuen Weg der Teambildung zu wählen. In der stärksten Formation spielt kein Ausländer, sondern nur Schweizer Spieler.

Julien Balbo von Vitis Schlieren im Einsatz

Julien Balbo von Vitis Schlieren im Einsatz

Eine Trendwende im Squash, welches in den letzten Jahren in Kritik geraten ist, seitdem ein rein durch Ausländer besetztes Team die Schweizer Meisterschaft gewann? «Es war kein Konzept dahinter, sondern hat sich so ergeben, aber natürlich ist es auch sehr erfreulich für den Squashsport», erläutert Williams. Doch in der Startrunde der NLA gegen Cham mussten dann doch zwei Ausländer für die Schlieremer ran, da Williams wegen einer Schulteroperation passen musste und Starspieler Nicolas Müller, welcher im weltweiten Profizirkus tätig ist und zu den besten zwanzig der Welt gehört, nicht anwesend sein konnte. Und diese waren nicht gerade Unbekannte: Mit Julien Balbo und Daniel Hoffmann kamen die Stammspieler des letzten Jahres nur zum Einsatz wegen der Ausfälle der Schweizer Stützen.

Daniel Hoffmann von Vitis Schlieren im Einsatz

Daniel Hoffmann von Vitis Schlieren im Einsatz

Wie man den «Käfig» kontrolliert

Williams versichert, dass dies aber keine Diskussionen gab: «Wir haben dies mit den beiden besprochen und sie haben keine Probleme damit bekundet, somit konnten wir diese Notmassnahme durchführen.» Doch auch so zeigten die Platzherren den Gästen aus dem Zugerland, wie man den Ball im «Käfig» kontrolliert. Alle vier Partien wurden gewonnen, und dies ohne Satzverlust oder überhaupt grosse Mühen zu bekunden. «Dies war ein Pflichtsieg und deshalb soll das nicht zu hoch gewichtet werden. Anders sieht es aus, wenn wir am 15.November GC bei uns in Schlieren empfangen, dies wird unser erster grosser Prüfstein.»

Marco Dätwyler von Vitis Schlieren im Einsatz

Marco Dätwyler von Vitis Schlieren im Einsatz

Bei diesem Spiel will Schlieren mit der grösstmöglichen Stärke antreten und klarmachen, wer die Squash-Macht ist im Kanton Zürich. «Mit dem besten Spieler der Schweiz, Nicolas Müller, und dem stärksten Junior, Manuel Wanner, müssen wir einfach als Sieger vom Platz gehen», fordert dann auch Williams von seiner Truppe. Mit dem ersten souveränen Sieg ist sicher ein guter Grundstein für eine erfolgreiche Saison gelegt, man kann aber schon gespannt sein auf das anstehende Zürcher Derby.

Manuel Wanner von Vitis Schlieren im Einsatz

Manuel Wanner von Vitis Schlieren im Einsatz

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