Mit dem Hobby Geld verdienen. Ein Privileg, welches nicht jedermann hat. Einer der wenigen ist John Williams. Der 39-Jährige ist leidenschaftlicher Squashspieler und konnte sein Hobby zum Beruf machen. Seine Mannschaft – das Nationalliga-A- Team von Vitis Schlieren – ist mehr als nur bereit für die neue Saison. «Das Ziel ist ganz klar der Meistertitel», sagt der Captain der ersten Mannschaft. Dazu haben sich die Schlieremer so einiges einfallen lassen. Neben einem neuen ausländischen Spieler, Marc Keajcsak, konnte sich noch ein Nachwuchstalent in die NLA-Equipe einfügen.

Die Konkurrenz schläft nicht

Trotzdem werde es kein Spaziergang, sagt Williams. «Denn die Konkurrenz schläft nicht.» So sei beispielsweise GC der härteste Gegner für die Limmattaler. Dank der neuen Regelung des Verbands herrscht aber mehr oder weniger Chancengleichheit. «Die neue Regel besagt, dass jedes Team mindestens zwei Spieler aus der Schweiz haben muss, damit nicht mehr alle Mannschaften nur mit ausländischen Spielern antreten», erklärt der Squasher. Er fügt hinzu: «Für uns ist diese Regel keine wirkliche Beeinträchtigung. Wir verfügen glücklicherweise auch über gute einheimische Spieler.» Zudem sei dies eine Chance für den Nachwuchs.

Seit 35 Jahren Squash-Spieler

Ein wahres Wort, denn wenn nicht mehr so viele Topspieler aus dem Ausland die Plätze besetzen, dann wird mehr in die Nachwuchsförderung investiert und somit könnten sich den Jugendlichen ganz neue Tore eröffnen. Auch der Schlieremer Verein und Williams – er trainiert einige junge Sportler – setzen auf die Stars von morgen. «Das ist aber noch alles im Aufbau. Im Gegensatz zu anderen Vereinen können oder müssen wir uns da noch steigern.» Der 39-Jährige ist genau der Richtige für den Trainerjob, denn er weiss, worauf es beim Squashen ankommt. Der Immigrant spielt bereits seine 13. Saison in der Schweiz.

Klingt nach einer langen Zeit. Doch diese «läppischen» 13 Jahre sind nichts gegen Williams ganze Squashkarriere: Er betreibt seinen Sport seit sage und schreibe 35 Jahren und kann auf einiges zurückblicken. So ist er denn auch topmotiviert für das erste Spiel, welches morgen Donnerstag zu Hause gegen Fricktal stattfindet. Der Profi will gut in die Saison starten und diese als Schweizer Meister beenden: «Das Ziel ist ganz klar einen Sieg zu holen.»