Schwingen
Vier Limmattaler am Niklausschwinget in der Dietiker Stadthalle

Der Zürcher Kantonal-Schwingerverband hat sportlich schon bessere Zeiten gesehen. Um den Eidgenossen Fabian Kindlimann formiert sich nun ein vielversprechendes Zürcher Team.

Bruno auf der Maur
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Daniel Wettstein führt das Glatt- und Limmattaler Team an.

Daniel Wettstein führt das Glatt- und Limmattaler Team an.

adm

Zwar halten sich die Mitgliederzahlen über die letzten Jahre einigermassen stabil. Beim Nachwuchs konnte vor zwei Jahren gar ein markanter Zuwachs verzeichnet werden. Bei den Aktivschwingern fielen die Zürcher jedoch nach den Rücktritten der eidgenössischen Kranzschwinger Christian Vogel und Daniel Bachmann im Jahr 2004 in ein Loch.

Die goldigen Zeiten, als der Zürcher Schwingerverband die nationale Schwingszene mit Namen wie Karl Oberholzer, Max Wolfensberger sowie den Schwingerkönigen Walter Flach, Karl Meli und Arnold Ehrensberger dominierten, waren aber schon vor Vogel und Bachmann vorbei.

Einzelkämpfer Jodok Huber

Zwischenzeitlich schafften es Einzelkämpfer wie beispielsweise Jodok Huber aus Bergdietikon die kritische Situation zu überdecken. Doch Fakt ist: Die Zürcher Schwinger verfügen seit Jahren über eine extrem dünne Spitze.

Rund um den neuen eidgenössischen Kranzschwinger Fabian Kindlimann gibt es aber nun Anzeichen, dass wieder eine schlagkräftige Mannschaft heranwächst. Der 23 jährige Kindlimann oder der 19 jährige Christoph Odermatt, mit acht bestrittenen Gängen der Überraschungsmann am Eidgenössischen, haben Potenzial.

Zu dieser jungen Generation zählen auch die beiden Stadtzürcher Bernhard Götsch (22 Jahre) und Daniel Wettstein (19), der Oberengstringer Luca Pallaoro (16) sowie der Schlieremer Silvan Tresch (18). Das Quartett vertritt am kommenden Sonntag am Niklausschwinget in der Dietiker Stadthalle die Farben des organisierenden Schwingklubs Glatt- und Limmattal.

Nachwuchsförderung trägt Früchte

Die langjährige Nachwuchsförderung scheint langsam Früchte zu tragen. Setzten sich doch beim diesjährigen Zürcher Kantonalen Nachwuchsschwingfest in allen Alterskategorien die Einheimischen durch.

Ob sich der Aufwärtstrend schon am Niklausschwinget zeigen wird? Bei der 76. Auflage des traditionellen Hallenschwingets mit 111 Teilnehmern, darunter 30 Gästen (5 Berner, 15 Innerschweizer, 10 Nordwestschweizer), befinden sich zahlreiche Kranzschwinger und vier Eidgenossen.

Als meistgenannter Favorit wird Kindlimann gehandelt. Der Zürcher Oberländer schwang schon bei der letztjährigen Austragung um den Sieg. Mit einem gestellten Schlussgang musste er damals den Vortritt dem zur Zeit verletzten Unspunnen-Sieger Daniel Bösch überlassen.

Kindlimann muss sich vor allem gegen die weiteren Eidgenossen, dem Innerschweizer Edi Kündig sowie den beiden Thurgauern Stefan Burkhalter (Niklaus-Sieger 2003) und Beni Notz (Sieger Schaffhauser Kantonales) behaupten.