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Verfolger Schlieren wird abgedrängt

© Limmattaler Zeitung

Die Limmattaler unterliegen dem Tabellenführer aus Albisrieden mit 1:3 klar. Nachdem der FCS gut startete und das 1:0 erzielte, legten die Gäste einen Gang zu und gewannen schliesslich verdient.

Am Ende der Partie konnte Schlierens Trainer Beat Studer nur noch schmunzeln. «Wir haben gut begonnen», analysierte er. «Aber wir haben insgesamt zu viele Eigenfehler gemacht.» Studer sprach damit die ersten beiden Gegentore gegen Albisrieden an: Das erste fiel noch in der ersten Halbzeit, das zweite kurz nach Wiederanpfiff. «Das 1:1 war ein Eigenfehler, das 2:1 kam nach einer Standardsituation», meinte Studer, «solche Tore sind vermeidbar.»

Vermeidbar zwar, aber die Führung für Albisrieden war auch verdient. Nach dem ersten Tor der Partie durch einen herrlichen Volleyschuss des Schlieremers Kevin Rodriguez schaltete Albisrieden einen Gang hoch und kam zu vielen guten Chancen. Der Ausgleich durch den früheren Birmensdorfer Claudio Zigerlig war die logische Konsequenz, die Führung eher glücklich: Nach einem Chaos im Schlieremer Strafraum reagierte Sandro Hutter und bugsierte den Ball über die Linie. Kurz darauf hatte Emanuele Preite die Riesenchance zum Ausgleich, doch der Schuss des Topskorers verfehlte das Tor knapp.

Die nächste erwähnenswerte Szene war der Platzverweis gegen Sabri Usta, der nach einem Foul eine halbe Stunde vor Spielschluss zum zweiten Mal verwarnt und damit des Feldes verwiesen wurde. «Wir spielten zu zehnt fast besser als zu elft», meinte Studer, «das gibt mir zu denken.» Tatsächlich war Schlieren nach dem Platzverweis sehr engagiert, Albisrieden behielt aber Oberwasser. Beim Schuss von Arnold Asllani, der vom Pfosten in die Hände von Goalie Nicola Appella prallte, hatten die Schlieremer noch Glück. Doch Asllani gelang in der Schlussphase doch noch zu einem Treffer und besiegelte den verdienten Sieg für den Tabellenführer, der vom Unterengstringen Roger Balmer trainiert wird (siehe separaten Artikel).

Studer sagte: «Klar, Albisrieden ist nicht umsonst Leader, doch uns fehlte heute auch ein bisschen das Wettkampfglück.» Vor allem fühlte er sich vom Schiedsrichter benachteiligt: «Uns zeigte er für Vergehen die gelbe Karte, das er auf der anderen Seite nur mit einem Freistoss ahndete.»

Nun muss Studer schauen, dass seine Mannschaft wieder in die Spur kommt. «Wir müssen vor allem gut trainieren», meinte er. Und natürlich dauert er noch der verlorenen Chance im Aufstiegsrennen nach: «Wir hätten heute gern einen Punkt mit nach Hause genommen.»

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