Kunstturnen

Valérie Strub verpasst die Top Ten knapp

Valérie Strub von der Kutu Urdorf hat an den Schweizer Juniorinnenmeisterschaften im P4 den elften Rang erreicht. Mit 43,80 Punkten verpasste sie einen Platz in den ersten zehn um nur gerade 0,15 Zähler.

In der Mannschaftswertung wurde sie mit den Zürcherinnen Vierte. Im P1 war Strubs Teamkollegin Sarah Jessica Graf qualifiziert. Sie beschloss den Wettkampf auf Rang 43. Im Programm 2 war mit Bernadette Fries die einzige Vertreterin der Kutu Weiningen im Einsatz. Sie eröffnete den Wettkampf am Boden und war sichtlich nervös. Es schlichen sich einige kleine Fehler in den verschiedenen Übungen ein. Dennoch verbesserte sie sich im Vergleich zur Qualifikation um einen Rang auf Platz 45.

Ein letztes Mal reisten zwei Urdorfer Kunstturnerinnen an einen Wettkampf, an die Schweizer Juniorinnen Meisterschaften in Utzenstorf. Für die Qualifikation haben beide, sowie auch alle anderen Urdorferinnen hart gekämpft und schlussendlich hat es bei drei Turnerinnen gereicht. Sarah Graf und Giorgia Hillebrand im P1 haben sich als 43.te und 46.te einen Startplatz ergattert. Es qualifizierten sich die besten 48 Turnerinnen der Schweiz, was bei total 200 P1 Turnerinnen eine sehr gute Leistung erfordert, denn etwa 30 Turnerinnen dieser 200 trainieren in einem regionalen Leistungszentrum mit einem viel höheren Trainingspensum als die Urdorfer Vereinsturnerinnen. Die Vereinsturnerinnen trainieren 4 mal wöchentlich 2-3 Stunden. Im P4A qualifizierte sich Valérie Strub als 17te von total 24 Qualifizierten.

So durfte Sarah Graf am Samstag früh morgens in ihren letzten P1 Wettkampf starten. Es herrschte eine ganz andere Atmosphäre in der Wettkampfhalle als an den Qulifikationswettkämpfen, alle Trainer waren viel ruhiger und die Turnerinnen waren trotz Nervosität erstaunlich ruhig und konzentriert. Nach dem Einmarsch standen alle Zuschauer und Turnerinnen auf um sich der Schweizerfahne zu zuwenden. Danach wurde die Schweizer Hymne gespielt, dieser zuzuhören erfüllte die Turnerinnen mit Stolz und gab ihnen für den bevorstehenden Wettkampf noch eine Portion Selbstvertrauen. Sarah begann als 1. Turnerin den Wettkampf am Stufenbarren. Nach einer gelungenen Fallkippe wollte sie beim Rückschwung Handstand kein Risiko für einen Sturz hinnehmen und turnte dieses Element etwas zu verhalten, daher fehlten ihr in der Schwierigkeitsnote einige Punkte. Am Balken und Boden brillierte sie mit perfekt gehaltenen Handstandelementen und ausdrucksvollen Choreographien. Zum Schluss setzte sie nochmals alle Energie in den Überschlag am Sprung und konnte zufrieden auf den Wettkampf zurückschauen. Mit dieser Leistung reichte es ihr in der Schlussrangliste wieder zum 43ten Rang wie in der Qualifikation.

Leider konnte Giorgia nicht starten, da sie familiär bedingt seit 1 Monat im Ausland weilt, sie trainiert jedoch weiterhin in einem Kunstturnverein.

Am späten Nachmittag kam Valérie Strub an die Reihe. Valérie, welche sich im Verlauf der Wettkampfsaison kontinuierlich gesteigert hatte, zeigte an dieser Schweizer Meisterschaft alles was in ihr steckte. Den Tsukahara zeigte sie mit Bravour und turnte an den anderen Geräten saubere und elegante Übungen. So konnte sie sich auf den 11. Schlussrang hervorturnen, womit sie ganze 6 Ränge weiter vorne liegt wie in der Qualifikation.

Mit diesem ehrvollen Ereignis schliessen fast alle Urdorferinnen die Wettkampfsaion 2015 ab. Valérie Strub darf für die Mannschaft des Kantons Zürichs an den Schweizer Mannschaftsmeisterschaften am 19./20. September in Lenzburg noch ein letztes Mal ihre Übungen präsentieren. Nun werden die Turnerinnen jedoch zuerst in 2 Wochen ausserhalb der Halle bei einem gemütlichen Brunch den Saisonabschluss feiern, bevor es anfangs Sommerferien ins Trainingslager in Rümlang geht. Denn die Ziele für die nächste Saison sind schon bei vielen gesetzt und der Ehrgeiz diese zu erreichen auch.

Bernadette Fries (10J.) vom Kutu Weiningen durfte den Wettkampf am Boden in der Kategorie P2 gleich selbst eröffnen. Natürlich war die Nervosität zu spüren. Es schlichen sich einige kleine Fehler in den verschieden Übungen ein. Am Sprung, eigentlich gut gestartet, fehlte es ihr an Abstosskraft für einen höheren Schwung. Anfangsschwierigkeiten hatte sie am Barren. Am unteren Holmen erlitt sie einen kleinen Sturz, konnte sich aber wieder fassen und schaffte es gerade noch, den Riesenfelgen mit Abgang durch zu ziehen. Zu guter Letzt überraschte sie mit ihren Elementen am Balken. Fast Fehlerfrei turnte sie diese Disziplin und erreichte die ersehnte Punktzahl über zehn in dieser WK Saison zum ersten Mal. Mit einem Lächeln im Gesicht trat sie erleichtert zur Rangverkündigung an. Sie verbesserte sich um einen Rang auf den 45. Fries und ihre Trainerin Emmi Schmid genossen diese ruhige und gut organisierte SM und kehrten zufrieden nach Weiningen heim- Es war eine tolle und starke Wettkampfsaison im 2015.

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