Eiskunstlauf
Urdorferinnen zeigen starken Auftritt auf heimischem Eis

Die Kürkonkurrenz in Urdorf war ein voller Erfolg für die Lokalmatadorinnen. Sinja De Crom stand mit nur einem Punkt Vorsprung vor Teamkollegin Janine Lüscher ganz oben auf dem Treppchen.

Michel Sutter
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Sinja De Crom, die spätere Siegerin vom EC Urdorf.

Sinja De Crom, die spätere Siegerin vom EC Urdorf.

Roland Jaus
Urdorferinnen stark auf dem Eis

Urdorferinnen stark auf dem Eis

Roland Jaus

Wie schon im vergangenen Jahr stand Sinja De Crom in der Kategorie Intersilber auch 2012 wieder zuoberst auf dem Treppchen. Die junge Läuferin des EC Urdorf gewann knapp vor ihrer Teamkollegin Janine Lüscher, der wegen eines Sturzes zu Beginn der Kür ein Punkt abgezogen wurde. Die Lokalmatadorinnen feierten also einen Doppelsieg.

«Eine souveräne Kür»

Doch auch sonst war der EC Urdorf an der diesjährigen Kürkonkurrenz sehr erfolgreich. Mit Rebecca Piazza, Vivienne Grossenbacher und Lara Del Curto schafften es drei weitere einheimische Läuferinnen auf Platz 2.

Bevor die Wertungen bekannt waren, zeigte sich Daniel Galliker, der Trainer der Urdorferinnen, zufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge. «Bei Sinja hat ein Sprung nicht geklappt, aber sonst war es gut», sagte er. «Und Janine zeigte abgesehen von ihrem Sturz eine souveräne Kür.»

Er lobte aber auch ausdrücklich die jüngeren Läuferinnen. «Man muss bedenken, dass die ganz Kleinen mit ihren sechs Jahren zum ersten Mal an einem solchen Wettkampf teilnehmen», erklärte er. «Bei einem solchen Anlass gibt es viele äussere Einflüsse.»

Damit meinte Galliker auch das neue Dach, dass der Kunsteisbahn echtes Stadionfeeling verleiht. «Die Atmosphäre ist angenehmer, alles ist viel professioneller», schwärmte er. «Viele Läufer, die sonst nur in der Halle trainieren, sind auch hierhergekommen.»

Teilnehmerrekord

Tatsächlich hat die Kürkonkurrenz in diesem Jahr einen regelrechten Boom erfahren. 120 Läuferinnen und sechs Läufer haben am Sonntag teilgenommen – so viele wie noch nie in der Geschichte des Anlasses.

Ein weiterer Vorteil des neuen Dachs: die Beleuchtung, die zum ersten Mal ermöglicht hat, dass die Läuferinnen auch nach Einbruch der Dunkelheit ihre Kür zum Besten geben konnten. Und das war angesichts des riesigen Programms der Kürkonkurrenz auch nötig: Bereits um 7.30 Uhr startete die erste Läuferin, um 19 Uhr die Letzte. Doch viele Zuschauer harrten trotz eisiger Temperaturen bis zum Schluss aus, um den Eisartistinnen zuzusehen. Die Premiere auf der überdachten Kunsteisbahn ist also geglückt.