Eishockey

Urdorfer Frauen sind bereit, ihre holprige erste Saison zu überflügeln

Die Urdorfer Frauen starten dieses Jahr bereits in ihre zweite Saison.

Die Urdorfer Frauen starten dieses Jahr bereits in ihre zweite Saison.

Die erste Frauen-Mannschaft des EHC Urdorf fuhr zwar in ihrer ersten Saison in der Women’s Hockey League D eine Tordifferenz von minus 126 ein. Trotzdem schaut man mit Enthusiasmus nach vorne.

Im vergangenen Sommer startete auf der Weihermatt ein ganz spezielles Projekt. Erstmals in der Geschichte des 1941 gegründeten Eishockey-Clubs Urdorf meldete man eine Frauenmannschaft für die Meisterschaft an. «Wir freuen uns auf das neue Team. Das gibt einen ganz speziellen Drive in unseren Verein», frohlockte Klubpräsident Daniel Bucher vor dem ersten Saisonspiel.

In der vierten und damit tiefsten Liga des Landes, der dreigleisigen Women’s Hockey League D, legte die aus ehemaligen ZSC-Spielerinnen zusammengewürfelte Mannschaft einen Start nach Mass hin und gewann gegen die Kolleginnen der Rapperswil-Jona Lakers mit 2:1. Nun, es sollten die einzigen drei Punkte der gesamten vergangenen Saison bleiben. Nach total zwölf Qualifikationsspielen blieb den Urdorferinnen nur der siebte und damit letzte Platz. Mit einer sagenhaften Tordifferenz von minus 126 (!) mussten sie sich sogar hinter der zweitschlechtesten Mannschaft, jener der Lakers, einreihen. Die Rapperswilerinnen gewannen das Rückspiel gegen Urdorf mit 10:0 und wiesen schliesslich am Ende der Saison mit minus 49 eine viel weniger schlimme Tordifferenz aus.

Mit ein Grund für die trüben Ergebnisse waren neben den fehlenden Qualitäten der Spielerinnen vor allem deren gewöhnungsbedürftige Auffassung von sportlichem Ehrgeiz. An ein Auswärtsspiel gegen Celerina bemühten sich gerade mal acht Feldspielerinnen und die bemitleidenswerte Torhüterin Irina Strehler. Wenig euphorisch registrierte man im Urdorfer Vorstand die Tatsache, dass die Frauen quasi nach Lust und Laune an Auswärtspartien reisen. Das gehe so natürlich nicht, sagte Präsident Bucher und versprach: «Wir thematisieren diesen Umstand intern. Dieses Verhalten muss sich bessern.»

Tempi passati. Vor einer Woche weilte Sportchef Urs Landis in einem Training der Frauen und sprach ihnen ins Gewissen. «Es ist alles bereit für die neue Saison, alle sind motiviert», rapportiert Landis. Das einzige Problem sei die schmale Kadergrösse. «Wir sind weiterhin auf der Suche nach Verstärkung», so der Sportchef. Los geht’s für das Urdorfer Frauenteam erst Mitte nächsten Monat. Am Samstag, 17. Oktober, starten sie auf der Weihermatt gegen den HC Ambri-Piotta.

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