Eishockey
Urdorf zittert um Masterround-Qualifikation

Die «Stiere» unterliegen den Reserven der GCK Lions 3:4 in der 3. Liga. Sandro Duttweiler, Thomas Wigger und Thomas Ortner treffen für die Limmattaler.

Raphael Biermayr
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EHC Urdorf gegen GCK Lions Wahres Startfurioso: Vier Tore in den ersten sechs Minuten.
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EHC Urdorf verliert gegen GCK Lions
EHC Urdorf gegen GCK Lions
EHC Urdorf gegen GCK Lions Mit dem Schnee sanken die Aufholchancen mit jeder Minute.
EHC Urdorf gegen GCK Lions
EHC Urdorf gegen GCK Lions Ratlose «Stiere»: Obwohl sie den Gegner über weite Strecken dominierten, konnten sie nicht in Führung gehen.
EHC Urdorf gegen GCK Lions .. schlussendlich verloren die «Stiere» 3:4.

EHC Urdorf gegen GCK Lions Wahres Startfurioso: Vier Tore in den ersten sechs Minuten.

Dani Hüni weiss, wie man verliert. Der Trainer des EHC Urdorf war zuvor bei den Limmattal Wings, mit denen er häufiger als Verlierer vom Eis ging denn als Sieger. Daran gewöhnt hat er sich jedoch nicht. «Das tut verdammt weh», sagte er nach dem 3:4 des EHCU gegen die GCK Lions, welche den sechsten Sieg in den letzten sieben Aufeinandertreffen feierten. Und in einem Anflug von Resignation schob der weitherumgekommene Eishockeyfanatiker eine Aussage nach, die er nach einer Mütze Schlaf wohl wieder verwarf: «Der vierte Platz ist jetzt endgültig weg.»

Hünis Schmerz gründete auf eine Art von Ratlosigkeit. Denn die Limmattaler dominierten den Gegner über weite Strecken. «Ich kann der Mannschaft von der Einstellung her keinen Vorwurf machen», sagte der Trainer so, als ob es ihm anders herum lieber gewesen wäre.

Zuwenig Torgefahr

Die Erklärung für die Niederlage ist so einfach wie einleuchtend: Urdorf schoss zuwenig aufs Tor. Während die Stadtzürcher jede sich bietende Möglichkeit nutzten, um die Scheibe in die gefährliche Zone zu bringen, agierten die Urdorfer umständlich. Und wenn ein Abschluss erfolgte, war keiner da, um den Abpraller zu verwerten. Der Möglichkeiten dazu waren viele, denn so stark Gästetorhüterin Vanessa Clavadetscher im eins gegen eins war, bei Schüssen war sie unsicher.

Dani Hüni nannte die Startphase der Partie als Hauptgrund für die Niederlage – eine verrückte Phase. Denn nach nicht einmal sechs Minuten waren auf der Weihermatt bereits vier Tore gefallen. Die Lions nutzten das erste Powerplay zum 0:1 und legten wenige Sekunden später zum 0:2 nach. Ein Albtraumstart für den EHCU, der sofort reagierte. Topskorer Raphael Studer bediente Sandro Duttweiler am weiten Pfosten herrlich – 1:2. Später lancierte Duttweiler mit einem Traumpass Thomas Wigger, der Clavadetscher cool umkurvte.

Im Mitteldrittel Führung verpasst

Nach diesem Startfurioso fielen fast 40 Minuten lang keine Tore mehr. Im Mitteldrittel verpassten die Gastgeber, selbst in Front zu gehen. Weder Stefan Rüegg (33.) noch Duttweiler (39.) kamen an Clavadetscher vorbei. «Mit der Führung hätten wir gewonnen», war Hüni überzeugt. Es kam anders. Die Gäste erzielten zwei Weitschusstore (43. und 45.) zum 4:2.

Als der Schnee einsetzte und die Unterlage entsprechend immer langsamer wurde, sanken die Chancen für eine Urdorfer Aufholjagd mit jeder Minute. Der Anschlusstreffer durch den eigentlichen Seniorenakteur Thomas Ortner (53.), der die Saison in der 1.Mannschaft zu Ende spielt, war das letzte Aufbäumen.

Die zweite Niederlage in Folge befördert den EHCU aus den Top vier. Die Rechnung vor den letzten fünf Qualifikationsspielen: Mit drei Siegen können die «Stiere» noch von der Masterround träumen.