Eishockey
Urdorf verliert auch 2015: Die guten Vorsätze sind schon früh verworfen

Der EHC Urdorf unterliegt Küsnacht nach einem Horrorstart mit 4:8 in der 2.Liga. Den Limmattalern hat es an der Effizienz vor dem gegnerischen Tor und vor allem an einer konstanten Deffensivarbeit, auf Grund von einigen Absenzen, gefehlt.

Beat Hager
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Urdorf-Goalie Florian Wassmer und Verteidiger Serge Haas (links, vorn) sind unter Druck.

Urdorf-Goalie Florian Wassmer und Verteidiger Serge Haas (links, vorn) sind unter Druck.

Raphael Biermayr

Trotz der ungemütlichen Tabellenlage als Schlusslicht zeigte sich der Urdorfer Headcoach Thomas Heldner vor Spielbeginn zuversichtlich: «Wenn uns heute ein positives Resultat gelingt, liegt ein Playoff-Platz noch immer drin», sagte er. Doch was seine Truppe in den Startminuten aufzeigte, war alles andere als vielversprechend. Die mit dem letzten Aufgebot angereisten Urdorfer spielten von Beginn weg blockiert und verunsichert auf und bereits nach 45 Sekunden musste sich Torhüter Florian Wassmer erstmals geschlagen geben.

Dieser frühe Führungstreffer beflügelte die Einheimischen, welche nach gut vier Minuten bereits mit 3:0 in Front lagen. Eine Kanterniederlage drohte, doch Urdorf reagierte eindrücklich und bewies Moral. Mit einer sehenswerten Einzelleistung zum 3:1 liess Samuel Kuoni die «Stiere» wieder hoffen. Nach über 159 Minuten ohne Torerfolg durften die Urdorfer dank dem 24-jährigen Stürmer erstmals wieder jubeln. Serge Haas legte einen Treffer nach – der 3:2-Pausenstand nach dem Startdrittel liess den Spielausgang offen.

Noch einmal dasselbe

Das änderte sich mit dem Wiederbeginn. Nachdem der NLB-erfahrene Fabian Matti die Gastgeber mit 4:2 in Führung geschossen hatte, fiel nach 30 Minuten bereits die Vorentscheidung. Raphael Studer und Tobias Landis scheiterten innert wenigen Sekunden am starken Küsnachter Keeper Fabian Klaas, bevor die «Seebuben» im Gegenzug mit ihren schnellen Gegenstössen innert 45 Sekunden gleich zweimal trafen.

Nach dem sechsten Gegentreffer wollte Trainer Heldner neue Impulse setzen und Torhüter Wassmer machte Platz für Urs Landis. Obwohl Landis noch einen Penalty parierte, vermochten die Seebuben ihre Führung bis zur 50. Minute auf 8:3 auszubauen, bevor Colin Wiederkehr noch zum 8:4-Endstand traf.

Trotz des klaren Resultats war das Schlussdrittel geprägt von mehreren überharten Zweikämpfen, die in einem Strafenberg gegen Tobias Landis gipfelten: Der Heisssporn erhielt in der 47. Minute gleich 26 Strafminuten inklusive einer Spieldauerdisziplinarstrafe aufgebrummt.

Kleines Aufgebot

«Heute hatten wir so viele Chancen wir selten je zuvor. Leider fehlte es an der mangelnden Chancenauswertung wie auch an der zu wenig konstanten Defensive. Mit acht Punkten Rückstand dürften die Playoffs jetzt wohl nicht mehr möglich sein», betonte Heldner. Infolge von Absenzen fehlten dem Ex-Internationalen in Küsnacht einige Akteure.

«Gegen Bellinzona am kommenden Samstag werde ich aber wieder aus dem Vollen schöpfen können. Und fünf Tage später reisen wir nach Zug. Diese beiden Partien sind von uns von grösster Wichtigkeit», zeigte der Walliser auf. Worte, die so schon vor ein paar Wochen zu hören gewesen waren, auf die aber keine Taten folgten.