Eishockey
Urdorf verlässt dank 8:4-Sieg in Zug das Jammertal

Die Vorzeichen vor dem 2.-Liga-Match des EHCU in Zug waren schlecht. Doch die Limmattaler liessen sich davon nicht beirren. Dank des fünften Saisonerfolgs steht der Aufsteiger im Rennen um den vorzeitigen Ligaerhalt wieder besser da.

Raphael Biermayr
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Die Urdorfer Samuel Kuoni (vorn) und Nicolas Landis sehen, wie der Puck im Zuger Tor einschlägt.

Die Urdorfer Samuel Kuoni (vorn) und Nicolas Landis sehen, wie der Puck im Zuger Tor einschlägt.

Raphael Biermayr

Die Urdorfer leben noch. Fünf Niederlagen mit einem Torverhältnis von 9:40 hatten sie vor dem samstäglichen Match in Zug gesammelt. Doch das liessen sie sich nicht anmerken. Thomas Wigger traf dank gütiger Mithilfe von Goalie Livio Blaser früh zum 0:1. Am Abend der defensiven Aussetzer traf Tobias Landis wenige Sekunden nach dem Ausgleich zur neuerlichen Führung (9.). Dank eines starken Goalies Florian Wassmer – er parierte unter anderem einen Penalty – gelang den danach immer besser werdenden Zugern lediglich ein Treffer bis zur ersten Pause.

Im Mittelabschnitt versuchten die Gäste, der Partie selbst ihren Stempel aufzudrücken. Mit Erfolg: Die Gegner hatten weit weniger Abschlüsse, während Urdorf häufiger vor das Tor kam. Eine doppelte Überzahl führte zum 2:3, Ex-NLB-Verteidiger Serge Haas traf von der blauen Linie. Und als Boris Otypka, der den Penalty fahrlässig verschuldet gehabt hatte, sehenswert zum Treffer von Cédric Ammann assistierte, bog der Aufsteiger endgültig auf die Siegerstrasse ein.

Die Schlüsselszene ereignete sich kurz nach Beginn des dritten Abschnitts: Zug stand seinerseits mit zwei Spielern mehr auf dem Eis, vermochte aber nichts gegen das aufsässige Boxplay um EHCU-Captain Sebastian Hauser auszurichten. Dieses war die grösste Waffe der Gäste in der Schlussphase, nicht weniger als fünf Mal spielten sie im Schlussdrittel in Unterzahl. Die Krönung war der Shorthander von Ammann zum 3:5 – die Vorentscheidung in der 54. Minute. Danach kapitulierten die Zuger, was Nicolas Landis, Thomas Wigger und erneut Ammann zur Aufbesserung des Torverhältnisses ausnutzten.