Eishockey
Urdorf-Trainer Hüni: «Wir müssen aufpassen, jetzt nicht zu enttäuscht zu sein»

Nach der neuerlichen 1:3-Niederlage herrscht im EHCU eine leichte Verunsicherung vor. Denn im Gegensatz zum Startspiel gegen Dürnten rechnete man sich gegen Küssnacht am Rigi die Chance auf Punkte aus.

Raphael Biermayr
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Trainer Dani Hüni und Co. sind enttäuscht

Trainer Dani Hüni und Co. sind enttäuscht

bier

Es ist ein schwieriges Unterfangen, Enttäuschung abzumildern, noch während man sie verspürt. Sportler gelangen oft in diese Situation, wenn sie wenige Minuten oder gar Sekunden nach einem verlorenen Match Red und Antwort stehen.

EHC-Urdorf-Trainer Dani Hüni gab nach dem 1:3 gegen Küssnacht am Rigi ein gutes Beispiel für dieses Dilemma ab. Und er fand Worte dafür: «Wir sind enttäuscht. Aber wir müssen aufpassen, jetzt nicht zu enttäuscht zu sein.» Damit spielte er auf den frühen Zeitpunkt der 2.-Liga-Saison an. Schliesslich stehen erst zwei Matches auf dem Konto der «Stiere», beide mit dem gleichen Resultat verloren, das nicht wirklich nach einem deutlichen Spielverlauf aussieht.

Allerdings: Gegen das vermutete Spitzenteam Dürnten hatte sich Hüni im Vorfeld nicht allzu viel ausgerechnet, gegen die Zentralschweizer offensichtlich schon. «Von den ersten drei Gegnern ist Küssnacht der, der am ehesten in unserer Reichweite liegt», erklärte er. Doch sein Team war harmlos in der gegnerischen Zone. Sieben Powerplaymöglichkeiten blieben ungenutzt.

Während einer doppelten Überzahl kurz nach Beginn des letzten Abschnitts mussten sie gar froh sein, nicht schon den Nackenschlag in Form des dritten Gegentreffers einzustecken.

Abstimmungsschwierigkeiten gab es auf Limmattaler Seite derweil nicht nur auf dem Eis. Hinter der Bande müssen sich Hüni und sein neuer Assistent Thomas Heldner noch finden. Zeitweise sah es so aus, als ob der Ex-Nationalspieler Heldner, der infolge einer Knieoperation nicht mitspielen kann, der Chef auf der Bank wäre. «Er hatte beim Time-out eine gute Idee und trug die der Mannschaft vor. Damit habe ich kein Problem», sagte Hüni.

Der 47-Jährige legte im Laufe des Gesprächs die Enttäuschung immer weiter ab und wurde am Ende gar kühn: «Jetzt müssen wir halt Wetzikon schlagen.» Die Oberländer fielen im bisherigen Saisonverlauf durch zwei absonderliche Resultate auf: Auf einen 14:2-Erfolg gegen Valle Verzasca folgte jüngst eine 0:1-Niederlage gegen Illnau-Effretikon.