EHCU
Urdorf-Trainer Hüni ist «sehr enttäuscht»

Nach dem 1:6 der Urdorfer Eishockeyaner in der 2.Liga gegen Dürnten wurde es ungemütlich. Schmetternde Türen, wütende Gesichter und ein zerbrochenes Taktikboard waren das Resultat.

Olivier Winistörfer
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Der EHC Urdorf verliert 1:6 gegen Dürnten

Der EHC Urdorf verliert 1:6 gegen Dürnten

Limmattaler Zeitung

Nach den teilweise sehr guten Leistungen in den letzten Wochen war diese Schlappe gegen den Tabellennachbarn aus dem Oberland schwer zu schlucken. «Wir haben alles, was wir in den letzten Wochen richtig gemacht haben, hier nicht gezeigt. Ich bin sehr enttäuscht», zog EHCU-Trainer Dani Hüni die nüchterne Bilanz.

Es war wirklich nicht der Tag der «Stiere». Früh gerieten sie in Rückstand – durch einen Shorthander. Die Urdorfer waren nachher zwar bemüht, wirkten aber bei weitem nicht so agil wie der Gegner und mussten so den zweiten Gegentreffer nur zwei Minuten später hinnehmen. Ein Start zum Vergessen. Die «Stiere» konnten zwar in der 7. Minute den Anschlusstreffer zum 2:1 durch Nicolas Landis erzielen, aber von da an war ein stetiger Auflösungsprozess erkennbar. Die Truppe von Hüni nahm zu viele unnötige Strafen, konnte vor dem gegnerischen Tor zu wenig Druck aufbauen und war in der eigenen Defensive nicht konsequent genug, um den letztjährigen Finalisten aus Dürnten vom Toreschiessen abzuhalten. So stieg das Skore kontinuierlich bis zum Schlussresultat und der Zorn der «Stiere» wurde immer grösser. Auch der starke Goalie Sandro Fischer konnte die Welle der Torschüsse nicht komplett vom Kasten fernhalten. «Sandro war klar der beste Mann», meinte auch Hüni nach der Partie.

Ein zentraler Grund für diese Niederlage kann in der fehlenden Konzentration und dem unnötigen Frustabbau gegenüber den Schiedsrichtern gesehen werden. Diese zeigten wahrlich keine Höchstleistung, aber man konnte zumindest von einer objektiven Bewertung auf beiden Seiten reden. «Wir haben uns einfach nicht auf uns konzentriert, dann kommen solche Reaktionen», erklärt sich Hüni das Verhalten seiner Spieler. «Wir wollen dieses Spiel abschliessen, denn ich weiss, was mein Team kann und das wollen wir jetzt wieder zeigen.»