Fussball
Urdorf rutscht nach der Niederlage gegen Hausen weiter ins Elend

Nach vier Runden und mit gerade mal vier Zählern auf dem Konto stehen die Urdorfer bereits jetzt mit dem Rücken zur Wand in der 3. Liga. Die Niederlage gegen das zuvor sieglose Hausen am Albis war hausgemacht.

Ruedi Burkart
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Fussball: Urdorf - Hausen
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Vielleicht sollte Urdorf-Trainer Andi Wiederkehr (am Ball) nochmals in die Hosen steigen
Urdorfs Aussenverteidiger Sven Müller probierts mit einem weiter Pass
Sein Name geisterte nach über das Chlösterli - Leandro Cicolecchia, die ehemalige offensive Lebensversicherung der Urdorfer

Fussball: Urdorf - Hausen

Ruedi Burkart

«Jetzt sind wir dort, wo wir nicht hin wollten», resümierte Vereinspräsident Sandro Agosti nach dem Heimdebakel gegen Hausen am Albis. Im Keller der Gruppe 1 nämlich.

Nach Verlustpunkten liegen nur noch Freienbachs inferiore Reserven hinten den Limmattalern. Agosti: «Jetzt muss es allen dämmern, dass wir im Abstiegskampf stecken.» Hoppla, markige Worte.

Gedanken an Cicolecchia
Dabei präsentierte sich die personelle Situation bei den Urdorfern gestern im Vergleich zu den vorangegangenen Wochen äusserst komfortabel.

So war Captain Jenny nach seinen Flitterwochen wieder zurück im Team und Trainer Andi Wiederkehr standen sieben Ersatzspieler zur Verfügung. Und alles machten die «Stiere» gewiss nicht falsch.

Aber eben, wenn die treuen Zuschauer nach dem Schlusspfiff den vergangenen Zeiten mit Torjäger Leandro Cicolecchia nachtrauern («mit ihm hätten wir heute locker gewonnen») sagt dies einiges aus.

Beim FC Urdorf fehlt es vor allem in der Offensive. Dass Baumanns Lattenschuss nach 44 Minuten die mit Abstand beste Torchance der «Stiere» war, stimmt nachdenklich. Auch, wie Regisseur De Luca in Halbzeit zwei abbaute und schliesslich gar ausgewechselt wurde.

Und wenn ausgerechnet Goalie Tanveer Razvi, einer der wenigen Pluspunkte im Urdorfer Spiel, den entscheidenden Gegentreffer auf seine Kappe nehmen muss, gibts eben nichts zu holen.

Nach Ablauf der ersten halben Stunde liess er sich von einem Befreiungsschlag des Hausener Innenverteidigers Pascal Walti überraschen und kassierte ein klassisches «Briefkastentor».

Walti drosch den Ball jenseits der Mittellinie in Richtung Urdorfer Kasten. Und traf zur Entscheidung.

In den restlichen 60 Minuten standen die Hausener, wahrlich keine Übermannschaft, dank ihres schnörkellosen Spiels der Siegsicherung näher als der FCU dem Ausgleich.

Zum Glück für die Gastgeber steckte Goalie Razvi sein Malheur beim 0:1 weg und hielt sein Team mit sehenswerten Paraden im Spiel. Letztlich ohne Erfolg.