Eishockey
Urdorf kassiert gegen Wetziker Übermacht eine 1:8-Niederlage

Gegen den neuen 2. Liga-Leader aus Wetzikon hatten die Urdorfer keine Chance. Sie kämpften und gaben sich zu keiner Zeit auf, trotzdem müssen sich die Limmattaler steigern, wollen sie am nächsten Dienstag in Bellinzona punkten.

Olivier Winistörfer
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EHC Urdorf - EHC Wetzikon
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Wetzikons Maurus Baer (links) lässt sich den Puck vom Urdorfer Yvan Yanez (Urdorf) nicht abluchsen. Foto: Manuel Geisser
Urdorfs Trainer Daniel Hüni versucht seinen Torhüter Sandro Fischer aufzubauen. Foto: Manuel Geisser
Der Urdorfer Tobias Landis (Mitte) versucht sich gegen die Wetzikons Erasmo Molina (links) und Raffael Betschart (rechts) durchzusetzen. Foto: Manuel Geisser

EHC Urdorf - EHC Wetzikon

Zu Hause hat man die eigenen Fans, die Stimmung machen und die Mannschaft zu einem Sieg tragen können. Dies war bei der Zweitliga-Partie zwischen Urdorf und Wetzikon aber nicht der Fall. Die Anhänger des Ersten der Liga erschienen zahlreich und liessen das Stimmungsbarometer in der Urdorfer Weihermatt in die Höhe schnellen. Vielleicht war es dies, oder aber die hohe Pace der Wetziker, was die Urdorfer ein wenig aus dem Konzept brachte. Die Limmattaler taten sich jedenfalls gegen die Zürcher Oberländer schwer ins Spiel zu finden. Zu oft konnten sich die «Stiere» bei den Angriffsauslösungen kaum richtig aus der eigenen Zone lösen, sondern mussten gegen Puckverluste ankämpfen. «Wetzikon hatte ein unglaublich starkes Forechecking. So wurde es schwer für unsere Verteidiger aus der Zone zu kommen. Hinzu kam, dass sich unsere Stürmer manchmal nicht einschalteten und wir so zu oft den Puck verloren», erklärt sich Urdorf-Trainer Daniel Hüni die Probleme seiner Jungs. Und er schien nicht zu untertreiben. Wetzikon wirkte agiler und konnte mit seiner Laufstärke überzeugen. So kamen die Limmattaler ihrerseits oft den berühmten Schritt zu spät, kämpften aber mit allen Mitteln gegen die Übermacht an.

«Man muss sehen, dass Wetzikon mit Spielern auflaufen konnte, die auch NLB- oder NLA-Erfahrung vorweisen. So wird es schwierig als Aussenseiter ihr Spiel zu unterbinden», erläutert Hüni. Als Samuel Kuoni in der 29. Minute das 1:3 aus der Sicht der Urdorfer schoss, konnten sich die Limmattaler noch Hoffnungen machen. Doch die Zürcher Oberländer erstickten diese im Keim und erhöhten im Laufe des Spiels das Skore kontinuierlich auf die hohe, aber nicht unverdiente Führung von 8:1. Die Urdorfer zeigten eine beherzte Leistung und kämpften trotz der schwierigen Ausgangslage weiter, konnten aber nichts gegen die Übermacht der Gäste ausrichten.

Die individuellen Fehler oder Unkonzentriertheiten der Limmattaler im eigenen Slot führten zu Gegentoren. Da die «Stiere» vor dem gegnerischen Tor nicht reüssieren konnten, nicht einmal durch einen Penalty von Nicolas Landis in der 51. Minute, kam es zu der hohen Niederlage. «Ich kann trotzdem stolz sein auf meine Truppe. Sie zeigten eine tolle Bereitschaft und gaben nie auf. Wetzikon schien einfach auf einem ganz anderen Niveau zu spielen», meinte Hüni nach der Partie. Jetzt steht am Dienstag das Spiel gegen den Vierten aus Bellinzona an und der Trainer der Limmattaler fordert wieder mehr Härte von seinen Jungs: «Heute haben wir unseren Körper nicht oft eingesetzt, gegen Bellinzona müssen wir wieder körperbetonter spielen, ansonsten wird uns Bellinzona durch ihr aktives Checking dominieren. Wir können dies und deshalb bin ich zuversichtlich für die Partie am Dienstag in Bellinzona.»