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Urdorf hofft auf den «Faktor Rhiner»

2008: Der heutige Urdorf-Trainer Röbi Rhiner feiert den dritten Klassenverbleib in Folge mit Dietikon II. rab

2008: Der heutige Urdorf-Trainer Röbi Rhiner feiert den dritten Klassenverbleib in Folge mit Dietikon II. rab

Urdorf kann sich im 2.-Liga-Abstiegskampf auf die Erfahrung seines Trainers Röbi Rhiner stützen. Der 42-Jährige hat bereits mit Dietikon II drei Mal in Folge den Kopf aus der Abstiegsschlinge gezogen.

Mit Röbi Rhiner kann man nicht absteigen. Diese eiserne Regel gilt, nachdem er in den Jahren 2006 bis 2008 mit Dietikon II den Kopf drei Mal in Folge aus der Schlinge gezogen hat. Jetzt gilt es, das in Urdorf zu beweisen. Zieht Rhiner Parallelen zu heute? «Das habe ich mich noch nie gefragt. Ich denke, es gibt einen wichtigen Unterschied: In Dietikon waren wir in der Regel über dem Strich, während wir hier fast die ganze Zeit darunter lagen. Hier waren wir im Winter von vielen bereits abgeschrieben, bevor uns die Serie jetzt gelang», führt der 42-Jährige aus.

Allerdings: Trotz dieser von ihm als Serie bezeichneten starken Rückrunde mit bislang 15 Punkten liegen die «Stiere» noch immer auf einem Abstiegsplatz, von denen es nur noch zwei gibt, weil kein Team aus dem Zürcher Fussballverband aus der 2.Liga interregional absteigt.

Die «Stiere» haben in den letzten zwei Runden ein dankbares Programm: Heute (18.30 Uhr, Chlösterli) geht es gegen den bereits feststehenden Absteiger Wallisellen, am kommenden Sonntag, 26. Juni, gegen den feststehenden Aufsteiger Dietikon (14 Uhr, Dornau). «Dass es für die anderen um nichts mehr geht, muss kein Vorteil sein. Sie können befreit aufspielen», so Rhiner. Mit der Hilfe des Nachbarn, wo er bei den Veteranen spielt, rechne er nicht. Er ist dankbar, dass Dietikon seinen Wunsch erhörte und jüngst den Konkurrenten Siebnen schlug. Den «Faktor Rhiner» bewertet der Angesprochene selbst nicht allzu hoch. «Das Einzige, was ich aus meiner Erfahrung weiss, ist, was eine Mannschaft haben muss, um sich zu retten. Das hat Urdorf», ist er überzeugt.

Bleibt Rhiner?

Druck von Vereinsseite hat Röbi Rhiner nicht. In Urdorf gilt wegen der finanziellen Zurückhaltung und der mangelnden Perspektive wie für nur wenige Vereine: Es macht keinen Unterschied, in welcher Liga die 1.Mannschaft spielt. Die Motivation ist hausgemacht. Das ist Rhiners Tummelplatz, denn er sagt klar: «Geld kann nie der Antrieb sein.»

Auf die Frage, ob er Trainer bleibt, reagiert Rhiner ausweichend: «Das spielt im Moment keine Rolle, wichtig ist nur das Wallisellen-Spiel.» Das klingt nicht sehr überzeugt. Vereinspräsident Sandro Agosti sagt: «Von unserer Seite ist klar, dass wir gern mit ihm weitermachen würden. Eine Entscheidung steht noch aus, bis wir wissen, wo wir stehen. Aber man kann schon sagen, dass das Gros der Mannschaft so oder so bleibt.» Für Röbi Rhiners Zukunft spielt der Ausgang der heutigen Partie möglicherweise eine grosse Rolle. LiZ-Tipp: 1:0

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