«Traurig», lautete eine Einschätzung des Gezeigten auf der Zuschauertribüne. Es war tatsächlich ein trauriges Bild, dass der EHC Urdorf über weite Strecken bot. Im Match gegen Küsnacht liess wenig vermuten, dass die Gäste Tabellenletzter und die Gastgeber in den vergangenen Wochen aufstrebend waren. Den Startabschnitt liessen sich fast ohne Gegenwehr passieren: Nach vier Minuten lautete das Schussverhältnis 0:10. Glück und Goalie Florian Wassmer verhinderten im ersten Abschnitt einen höheren Rückstand als 0:2.

In der Folge gestalteten die Urdorfer das Match zwar ausgeglichener, wenngleich sie spielerisch und läuferisch noch immer nicht auf der Höhe waren. Dank einer Flut von Strafen gegen die Seebuben im Mitteldrittel kamen sie aber immerhin auf einen Treffer heran (2:3), Adrian Casutt und Terence Roth nutzten zwei von drei doppelten Überzahlsituationen. 30 Sekunden nach diesem Erfolgserlebnis unterlief Wassmer ein schwerer Fauxpas: Er spielte einem heraneilenden Gegner den Puck in die Kelle, was das 2:4 zur Folge hatte.

Kaum wurde weitergespielt, fiel das vorentscheidende 2:5. Der dritte Treffer für die Limmattaler durch Samuel Kuoni (53.) und ein weiteres Überzahlspiel brachten zwar die Hoffnung auf einen Punktgewinn zurück, diese erfüllte sich aber nicht. Der nachlässige Start wog am Ende zu schwer. Bereits am Sonntag (20.15 Uhr, Diners Club Arena) haben die Limmattaler in Rapperswil die Chance zur Wiedergutmachung.