Das letzte Drittel begann spektakulär: Nach neun Sekunden scheiterte Urdorfs Thomas Wigger am eingewechselten Glarner Goalie Fabio Lutz; nach 77 Sekunden düpierte Adrian Casutt ebendiesen Lutz zum 3:0; 39 Sekunden später lenkte Colin Wiederkehr unfreiwillig zum 3:1 ins eigene Tor ab; und 24 Sekunden später erzielte Raphael Studer mit dem 4:1 die Vorentscheidung.

Diese 2:11 Minuten entschädigten für zwei zähe Drittel zuvor. Die Limmattaler brauchten erneut 30 Minuten, ehe sie im Spiel angekommen waren. Im ersten Abschnitt standen sie im Verbund mit dem Zufall. Im Aufbau fehlte die Organisation, rare Offensivszenen entstanden nur durch Gegenzüge nach abgefangenen Angriffen der Glarner. Die Gäste waren besser organisiert und dominierten. Einzig: Die Tore fehlten. Elias Müller traf die Latte (5.), den Rest der Möglichkeiten machte der wie gewohnt starke EHCU-Goalie Sandro Fischer zunichte. Es war während dieser 20Minuten offensichtlich, dass die «Stiere» nach dem mässigen Saisonstart mit drei Niederlagen aus vier Spielen verunsichert waren.

Befreiungsschlag dank Toren

Urdorf konnte nur noch eines helfen: Tore, seit jeher das beste Mittel für das Selbstvertrauen. Sebastian Hauser, nahm sich dem Unterfangen an. Der an diesem Abend überragende Captain nutzt eine doppelte Überzahl zum 1:0 (31.). Die Limmattaler drückten nun auch bei Vollbestand beider Teams. Thomas Wigger nutzte eine Nachschussmöglichkeit zum 2:0 (36.). Wigger war es auch, der nach den eingangs geschilderten wilden Minuten zum 5:1 traf. Den Schlusspunkt setzte Stefan Rüegg rund fünf Minuten vor Schluss.

Der Sieg gegen den Aufsteiger Glarus war Pflicht in Anbetracht des Saisonziels, einem Platz unter den ersten vier. Dass die Urdorfer diesem Druck standgehalten haben, bedeutet nicht nur den Gewinn von drei Punkten, sondern auch von Selbstvertrauen.