Fussball

Unverdiente Niederlage: Ohne das nötige Glück siegt man nicht

Im letzten Spiel vor der Winterpause spielten die Schlieremer Frauen zu Hause gegen die Femina Kickers Worb. In einer hart umkämpften Partie musste sich der FCS schlussendlich mit 1:2 geschlagen geben.

Für Schlierens Nummer 8, Münevver Akyol, war das Match gegen Worb der erste Einsatz nach ihrem Auslandaufenthalt in England. Sie zeigt gleich zu Beginn mit einigen erfolgreichen Zweikämpfen und ihrer Ballbeherrschung, wie wichtig sie für diese Mannschaft ist.

Nachdem sich aber Worbs Stürmerin Stefanie Kipf an zwei Schlieremer Verteidigerinnen vorbeischleichen gekonnt hatte, stand es entgegen dem Spielverlauf in der 22. Minute plötzlich 1:0 für die Gäste. Am Spielfeldrand war Schlieren-Trainer Stutz ausser sich. Er konnte nicht glauben, dass seine Verteidigerinnen die Torschützin vollkommen alleine liessen.

Schlieren machte in der ersten Hälfte mehr fürs Spiel und hätte eigentlich führen müssen. Immer wieder kam das Heimteam gefährlich vors Tor, während Worb nach dem Führungstreffer keine Bemühungen in der Offensive mehr anstellte.

Das zweite Tor in Unterzahl

Wenige Minuten nach Wiederanpfiff kam es im Strafraum der Gäste zu einem Gerangel, bei dem sich die Schlieremerin Sanja Mijovic an der Nase verletzte und neben dem Spielfeldrand gepflegt werden musste. Für einige Minuten agierte Schlieren mit einer Frau weniger auf dem Platz und prompt fiel der zweite Treffer für die Gäste. Erneut hiess die Torschützin Stefanie Kipf.

Doch die Einheimischen gaben sich nicht so leicht geschlagen und kämpften sich zurück. In der 78. Minute konnte Schlierens Mittelfeldspielerin Rahel Lattmann per Kopf auf 1:2 verkürzen. Langsam aber sicher wurde es hektisch auf dem Platz, und Schlieren warf alles nach vorne. Eine Minute vor Schluss verpasste Captain Isabelle Dreyer den Ball vor dem Tor und so brachte Worb den Sieg – wenn auch etwas glücklich – doch noch über die Bühne.

Niederlage trotz guter Leistung

Einmal mehr mussten sich die Schlieremerinnen in einem Spiel geschlagen geben, in dem sie die spielbestimmende Mannschaft waren. So machte sich die Enttäuschung dann auch beim Trainer breit: «Solche Spiele wie das heute müssen wir gewinnen. Wir waren über das ganze Spiel gesehen die bessere Mannschaft und erarbeiteten uns viele Torchancen», analysierte Stutz nach der Partie und fügte an, «Jetzt müssen wir abschalten und den Fussball für eine Weile vergessen. Punkto Tabelle ist der Zug für uns in dieser Saison abgefahren. Im Frühling starten wir von vorne und hoffen, wieder in eine positive Spirale zu kommen.»

Dann sind auch die diversen verletzten Spielerinnen wieder bei der Mannschaft, diese gilt es dann wieder ins Team einzubauen. Ebenfalls will sich die Mannschaft konditionell verbessern und wenn möglich die eine oder andere neue Spielerin verpflichten.

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