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«Uns fehlte heute die Laufbereitschaft, ja auch der Wille.»

Emanuele Preite (links) behauptet hier den Ball zwar gegen Vukasin Filipovic, kommt aber kaum zu Torchancen.

Emanuele Preite (links) behauptet hier den Ball zwar gegen Vukasin Filipovic, kommt aber kaum zu Torchancen.

Der FC Schlieren verliert zu Hause unglücklich mit 0:1 gegen Zürich-Affoltern. Chancen wären zu Beginn genügend vorhanden gewesen, es konnte aber keine verwertet werden.

«Abhaken!», sagte Davide Molinaro tröstend zu seinen Spielern nach dem Schlusspfiff. Die Aufforderung des Schlieremer Trainers galt aber wohl auch ihm selbst. Denn es fiel ihm schwer, seine Enttäuschung über die äusserst unglückliche Niederlage gegen Zürich-Affoltern zu verbergen. «Die Niederlage war nicht unverdient», fand er und fügte hinzu: «Uns fehlte heute die Laufbereitschaft, ja auch der Wille.»

Dabei hatte Schlieren die Partie gut begonnen. Nach einer Viertelstunde hatte das Heimteam durch Roman Hess eine wunderbare Möglichkeit, in Führung zu gehen. Doch Hess verpasste den Ball, der scharf in den Strafraum geflogen kam, nur knapp. Und nach 20 Minuten flankte der starke Anthony Gullo direkt auf Vojislav Trazivuk und vergab damit die nächste gute Torchance.

Danach verflachte das Spiel, Torchancen blieben bis zur Pause Mangelware. Erst nach einer Stunde kehrte die Spannung zurück. Zunächst verfehlte Michel Kuster für die Gäste das Tor nur knapp, und wenig später kam Anthony Gullo zur besten Gelegenheit seines Teams an diesem Nachmittag, als er mit einem Schuss aus schwierigem Winkel nur die Latte traf. Torhüter Trazivuk wäre machtlos gewesen.

Die Führung für Schlieren lag in der Luft und wäre zu diesem Zeitpunkt auch verdient gewesen. Doch dann kam die kalte Dusche für die Limmattaler: Der eingewechselte Miguel Angel Pfyffer kam im Strafraum an den Ball und schoss ihn herrlich in den Winkel. So stand es plötzlich 0:1 aus Schlieremer Sicht.

Gullo scheidet verletzt aus

Und als wäre der Rückstand nicht schon Strafe genug gewesen für das Heimteam, folgte wenige Minuten später gleich der nächste Nackenschlag: Anthony Gullo verletzte sich nach einem Foul so sehr, dass er nicht mehr weiterspielen konnte. Die Schlieremer mussten den Rest der Partie in Unterzahl bestreiten.

Wie schwerwiegend Gullos Verletzung ist, war nach dem Schlusspfiff noch unklar. Molinaro rechnet aber damit, dass Gullo bis zu vier Wochen ausfallen könnte. «Das passt zum Spiel», meinte der Schlieremer Trainer.

Molinaro, der den FC Schlieren erst seit diesem Sommer trainiert, war mit dem Auftritt seines Teams gestern Sonntag nicht zufrieden, mit dem bisherigen Saisonverlauf aber schon. «Die Mannschaft lebt, die Stimmung ist gut», lobte er. «Es ist ja nicht so, dass wir die Spiele mit 0:4 verlieren. Ich glaube, das Team ist gut genug, um sich im vorderen Mittelfeld zu positionieren.» Eine Chance, das zu beweisen, hat Molinaros Mannschaft bereits am Donnerstag. Dann tritt sie auswärts gegen Regensdorf an.

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