Unihockey
Unihockeyaner wollen «durch Offensive zum Erfolg»

Der 2. Ligist Unihockey Limmattal Urdorf kann auf einen erfolgreichen Saisonstart zurückschauen, drei Siege aus vier Spielen und Punktegleichstand mit den erstplatzierten Lenzburgern. Trainer Lukas Kunz zieht deshalb eine erste Bilanz.

Olivier Winistörfer
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Lukas Kunz, wie haben Sie den Saisonstart mit Ihrem Team erlebt?

Lukas Kunz: Ich bin sehr zufrieden mit unserer Leistung. Doch es waren erst vier Spiele. Wir können jetzt sicherlich sagen, dass wir auf dem richtigen Weg sind, aber noch nicht unseren Kopf verlieren wegen der momentanen Situation.

Kommen schon die ersten Gedanken wegen eines allfälligen Aufstiegs in die 1.Liga auf?

So weit wollen wir nicht denken, sondern auf dem Boden bleiben. Der Fokus wird von Spiel auf Spiel neu gelegt. Sich jetzt in diesen Dingen zu verlieren, würde nichts bringen.

Das nächste Spiel steht am Samstag schon wieder an: das erste Heimspiel dieser Saison. Gegen das zweitletzte Schüpfen-Busswil, eine klare Sache?

Das möchte ich so verneinen. Jedes Spiel muss zuerst gespielt werden, und da die Saison noch jung ist, kann man der Tabelle auch noch nicht viel Gewicht geben. Vor allem müssen wir nun das erste Spiel der Saison unter den Augen unserer eigenen Zuschauer bestreiten, dies kann auch ein wenig Druck bedeuten, welchen wir nun verspüren können.

Ihr Team hat die effektivste Offensive aber auch eine der schwächsten Defensiven. Spielen Sie zu aggressiv?

Es gibt ein Ziel, das heisst eines mehr schiessen als bekommen. Dieses Motto wollen wir leben. Wir wollen unseren Zuschauern ein attraktives Unihockeyspiel bieten: nach dem finnischen Prinzip: schnelles, attraktives Spiel mit schnellen Abschlüssen. Für dieses Prinzip müssen wir auch Defizite in der Defensive hinnehmen, aber ich denke, dass wir dank unseren starken Offensive zum Erfolg gelangen werden.

Könnte die fehlende Routine, durch die vielen jungen Spieler zu einem Problem werden?

Ich denke, dass wir einen guten Mix gefunden haben und dass die Routiniers den Jungen gut zur Seite stehen. Da unser Kader auch nicht übermässig gross ist, sind wir darauf angewiesen Junioren in solchen Spielen einzusetzen, aber ich finde, dass sie ihre Sache sehr gut machen.

Gab es auch negative Aspekte bis jetzt im Team?

Ich kann ohne zu lügen sagen, dass ich ein kritischer Trainer bin, dies mussten auch meine Spieler lernen. Wir hatten sicherlich auch einige schlechte Trainings, aber sie haben dann an den Wochenenden ihre beste Leistung aufgerufen. Wohl nach dem Motto: «Jetzt zeigen wir dir, dass wir es besser können.» Ich kann nur hoffen, dass es so weitergeht.