Basketball

Unicorn Spreitenbach-Dietikon blickt nach einer verkorksten Saison nach vorne

Spielertrainer Patrick Etter will sich wieder aufs Spielen konzentrieren.

Spielertrainer Patrick Etter will sich wieder aufs Spielen konzentrieren.

Unicorn Spreitenbach-Dietikon konnte in dieser Saison nur knapp den Ligaerhalt sichern. Spielertrainer Patrick Etter träumt aber von ganz anderen Sphären.

«Wir spielten in keiner Phase der Meisterschaft konstant», sagt Patrick Etter, Präsident und gleichzeitig Spielertrainer der 1. Liga-Basketballer aus Spreitenbach-Dietikon. Treffender könnte man die Saison von Unicorn nicht analysieren. Nach drei Startniederlagen konnte Spreitenbach-Dietikon drei souveräne Siege in Folge feiern, um danach wieder drei Partien ensuite als Verlierer vom Platz zu gehen.

Das Team von Etter strebte zu Beginn der Saison eine Klassierung in den Top vier an. Mit dem achten Schlussrang verpasste man dieses Ziel deutlich. Lediglich vier Punkte trennte Unicorn von einem Abstiegsplatz in die 2. Liga. «Wir investierten zu wenig in die Defensivarbeit», konstatiert Etter, sagt aber auch, dass viel mehr Potenzial in der Mannschaft vorhanden wäre. «Wir hatten leider viele Absenzen während der Saison. Einige meiner Spieler haben bereits eine Familie und deswegen andere Prioritäten als der Sport.»

Unicorn will Team punktuell verstärken

Seine Arbeit als Spielertrainer ist für die ambitionierte Nummer 13 von Unicorn alles andere als befriedigend. Spielen und Coachen gleichzeitig gehe nicht fehlerlos. Als Präsident ist er seit dem Fortgang von Ex-Coach Patrick Frösch auf der Suche nach einem erfahrenen Trainer. «Wenn wir aber keinen passenden finden, amte ich auch in der kommenden Saison als Spielertrainer», versichert Etter.

Im Hinblick auf die nächste Spielzeit will Unicorn sein Team punktuell verstärken und gleichzeitig verjüngen. Mit Robert Devcic, ehemaliger NLA-Basketballer bei den Starwings Basel, konnte das Limmattaler Team bereits eine wichtige Teamstütze verpflichten. Devcic will auch gleich seine alten Weggefährten nach Spreitenbach lotsen. «Robert kennt einige gute Spieler von früher, sie werden bei uns ein Probetraining absolvieren.», sagt Etter. Wenn es passen würde, könne er sich vorstellen, den einen oder anderen ins Team aufzunehmen. Der Schlüssel zum Erfolg liege aber sowieso in einer höheren Trainingsintensität. «Wir müssen einfach härter trainieren», gibt Etter zu bedenken.

Das Ziel für die nächste Saison sei simpel, wie Etter erklärt. Die Basketballer aus Spreitenbach wollen besser abschneiden als in der vergangenen Saison. Der ambitionierte Verein will aber nicht für immer in der 1. Liga regional verbleiben. «Von der Qualität her ist ein Aufstieg in die 1. Liga national absolut möglich», ist Etter überzeugt. Träumt man in Spreitenbach denn gar von einem Nationalliga B-Team? «Dort wird die Luft dann schon etwas dünner», betont Etter. Ein Aufstieg in die zweithöchste Liga der Schweiz würde bereits an der Infrastruktur scheitern, denn die Sporthalle Seefeld hat ein zu kleines Basketball-Feld. «Bevor wir aber zu weit in die Zukunft blicken, geniessen wir erst mal das lockere Spielen bis zu den Sommerferien», sagt Etter mit einem Lachen zum Abschluss.

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