Basketball
Unicorn hatte im Derby gegen Mutschellen keine Chance

Als krasser Aussenseiter empfing Unicorn 02 Spreitenbach mit dem KS Mutschellen den verlustpunktlosen Tabellenführer der 1. Liga zu seinem ersten Heimspiel in der laufenden Saison. Es war eine klare Sache. Unicorn verlor mit 46:84.

Beat Hager
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Spreitenbachs Spielertrainer Patrick Etter.
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Gent Zyba von Unicorn Spreitenbach
Gent Zyba (links, Spreitenbach) gegen Thomas Gloor (Mutschellen).
Unicorn verliert das Derby
Philip Mutter (rechts, Unicorn) in Ruecklage gegen Alessandro Catone (Mutschellen).
Spreitenbachs Omar Abukhalal (links) und Vincent Ndjip (rechts) gegen Manuel Ianacio (Mutschellen).
Rene Boesch (Mutschellen) gegen Emile Straessler (rechts, Spreitenbach).
Vincent Ndjip (links, Spreitenbach) gegen Dominik Riederer (Mutschellen).

Spreitenbachs Spielertrainer Patrick Etter.

Alexander Wagner

Gespannt warteten die Fans der "Eichhörner" nach dem Forfait-Sieg gegen LK Zug sowie der klaren Niederlage bei GC Zürich auf den ersten Heimauftritt. Dabei musste der neue Unicorn-Spielertrainer Vincent Ndjip gegen Nutschellen mit den verletzten Cyrill Gerhard, Carmelo Giammona sowie Patrick Frösch gleich auf drei wichtige Akteure verzichten. Diese namhaften Absenzen machten sich von Beginn weg spürbar, gaben die Gäste von der Passhöhe doch von der ersten Sekunde den Ton an.

Bereits nach 5 Minuten lag der Leader mit 13:3 im Vordertreffen und vermochte in der Folge den Vorsprung kontinuierlich auszubauen. Mutschellen agierte zweikampfstark und war den Einheimischen in jeder Hinsicht überlegen. Zudem vermochten die Gäste die sich ihnen bietenden Chancen resolut auszunützen, während die Freiwürfe beim Gastgeber zu wünschen liessen. Unter der Regie des 202 cm. grossen Alessandro Catone feierte Mutschellen beim 84:46 seinen fünften Saisonsieg in Folge, wobei der einst ige italienische Profi mit seinen 31 Punkten massgeblich am Sieg seines Teams beteiligt war.

Fehlende 1. Liga-Erfahrung

«Auf diese Saison hin verpflichteten wir vier neue Spieler, wobei sich diese Spieler noch an das 1. Liga-Niveau gewöhnen müssen. Es fehlt in unserer Mannschaft einfach an der nötigen Erfahrung, was gegen Mutschellen sowohl im Zweikampfverhalten sowie im Abschluss nicht zu übersehen war. Jetzt gilt es, in den Spielen die nötigen Erfahrungen zu sammeln», zeigte sich Ndjip nach Spielschluss enttäuscht und nachdenklich.

«Unser Ziel bleibt die Finalrunde, also einen Platz unter den ersten Drei», gibt sich der 27-jährige Spielertrainer kämpferisch, welcher vor neun Jahren zusammen mit dem verletzten Cyrill Gerhard den Verein gründete. Ende November dürften Gerhard und Frösch nach ihren Verletzungen wieder ins Team zurückkehren. Doch bereits morgen Sonntag geht der Meisterschaftsbetrieb für Unicorn weiter, wenn die Limmattaler bei Phönix Regensdorf Basket zu Gast sind. «Gegen diesen Gegner wollen und müssen wir gewinnen», macht Captain Emile Strässler seinen Kolleg en Mut, nachdem er diesen Sommer von Regensdorf zu Unicorn wechselte und gegen Mutschellen mit 20 Punkten der erfolgreichste Spieler war.