Das Spiel begann ausgeglichen, die kompakte Zonenverteidigung der Einhörner funktionierte sehr gut und erschwerte so den Gästen das Punkten. Im Angriff wurde der Ball laufen gelassen und die freien Würfe genommen. Diese fanden allerdings den Weg nicht immer in den Korb. Es zeigte sich bereits zu diesem Zeitpunkt eine knappe Partie mit zwei ebenbürtigen Gegnern.

Unicorn-Verteidigung mit Lücken

Den Start ins zweite Viertel gelang den Gästen besser, sie fanden nun zunehmends Lücken in der Verteidigung der Einhörner und wüssten diese geschickt auszunutzen. Einmal mehr waren es zudem unnötige Ballverluste, mit welchen sich Unicorn das Spiel zu diesem Zeitpunkt selber schwer machte. Die Gäste nutzten diese Schwächephase aus und erarbeiteten sich bis zum Pausentee einen Vorsprung von 9 Punkten.

Unicorn dreht Spiel im dritten Viertel

Der dritte Abschnitt begann mit einem wieder erstarkten Limmattalern, welche sich nun wieder auf ihre Stärken besannen und mit kühlem Kopf spielten. In der Verteidigung wurden die Lücken geschlossen und im Angriff stellte sich langsam das Wurfglück ein. So konnten die Einhörner den Rückstand bis zum Ende des Viertels in einen 1 Punkte Vorsprung verwandeln. Es zeichnete sich eine spannendes letztes Viertel ab. Die beiden Mannschaften lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, wobei die Gäste den besseren Start fanden. So sah sich Unicorn gezwungen 3 Minuten vor Ende der Partie von der Zonenverteidigung auf eine Mann-Verteidigung umzustellen, damit der Rückstand noch weggemacht werden konnte. Diese Massnahme zeigte Wirkung, die Einhörner kämpften sich zurück. Am Ende des vermeintlich letzten Viertels stand es jedoch 79:79. Damit musste die Verlängerung über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Gleichstand auch nach erster Verlängerung

Auch hier hatten die Gäste wieder den besseren Start, doch Spreitenbach kämpfte weiterhin mit allen Kräften. Dennoch lagen die Einhörner kurz vor Ende der Verlängerung mit 3 Punkten im Rückstand. Unicorn fand jedoch in letzter Sekunde den freistehenden Emile Strässler an der 3 Punkte Linie und dieser zeigte keine Nerven und verwandelte den Wurf souverän. Somit war auch nach der ersten Verlängerung noch nicht Schluss, sondern es folgte eine zweite. In dieser setzte Spreitenbach seinen Kampf fort und überzeugte mit der nötigen Kaltblütigkeit. Insbesondere der Topscorer der Partie Vincent Ndjip verwandelte sowohl seine 3-Punkte-Würfe, als auch die Freiwürfe souverän. In der Verteidigung wurde sich weiterhin ausgeholfen und GC das Punkten erschwert. Bei den Gästen schienen die Kräfte nun nachzulassen und sie verstrickten sich immer mehr in Diskussionen mit den Unparteiischen. Spreitenbach gab sich keine Blösse und gewinnt dieses ausgeglichene Spiel mit 111 zu 99. Damit stossen die Einhörner wieder auf den zweiten Tabellenplatz vor.