Nach einem durchzogenen Saisonauftakt brachten die 1. Liga-Basketballer von Unicorn 02 den Tabellenführer Opfikon an den Rand einer Niederlage. Dennoch blieben die Limmattaler mit dem 84:85 ohne Punkte. Die Mannschaft von Unicorn 02 Spreitenbach-Dietikon steht in dieser Saison in einer Phase des Umbruchs. Mit Patrick Bösch übernahm nicht nur ein ehemaliger Spieler das Traineramt, mit Bernard Williams, Roman Rechner sowie Hidajet Nuredini verzeichnet die Mannschaft auch gleich drei Neuzuzüge.

In der neuen Spielzeit musste sich die neu formierte Mannschaft zuerst finden und so resultierten aus den ersten 7 Partien lediglich 4 Punkte, was den vorletzten Tabellenplatz bedeutet. Im letzten Heimspiel vor der vierwöchigen Wettkampfpause gastierte mit Opfikon Basket nicht nur der ungeschlagene Tabellenführer in der Seefeld-Halle. Die mit einigen ehemaligen NLA-Spielern bestückten Glattaler wurden in der vergangenen Saison auch Gruppensieger, verzichteten aber freiwillig auf den Aufstieg. Gegen den haushohen Favoriten aus Opfikon stiegen die Limmattaler mit viel Engagement und Selbstvertrauen in die Partie und die Gäste staunten nicht schlecht, als Unicorn im ersten Viertel zwischenzeitlich mit 10 Treffern im Vorsprung lag. Verdient führten die Einheimischen nach den ersten 10 Minuten mit 24:20. Opfikon fand in der Folge immer besser ins Spiel und vermochte unter der Regie von Spielertrainer Renato Maggi zu reagieren.

Unicorn überraschte weiterhin

Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, wobei Opfikon in der 15. Minute erstmals in dieser Partie mit 31:29 in Front lag. Der 42:44-Halbzeitstand versprach viel Spannung. Auch nach dem Seitenwechsel überraschte Unicorn weiter, während Opfikon in der kleinen Halle nicht zu seinem erhofften Spiel fand und arg enttäuschte. Angetrieben durch den spielfreudigen und wurfstarken Emile Straessler (22 Punkte) wendeten die Limmattaler zwischenzeitlich die Partie wieder zu ihren Gunsten und führten nach 30 Minuten mit 69:63.

Platzverweis gegen den Zeitnehmer

In der an Spannung kaum noch zu überbietenden Schlussphase sorgte ein Platzverweis für viel Gesprächsstoff, als das Ref-Duo den Zeitnehmer wegen angeblicher Manipulation der Matchuhr auf die Tribüne verbannte. Doch die beiden Mannschaften boten Spannung pur und jeder Ausgang schien möglich. Führten die «Einhörner» noch drei Minuten vor Spielende mit 2 Punkten Differenz, sicherte sich Opfikon dank einem glücklichen 84:83-Sieg zwei weitere Zähler. Trotz der unglücklichen Niederlage zeigte sich Unicorn-Coach Bösch mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden: «Auf dieser Leistung lässt sich aufbauen. Dabei zahlen sich die harten Trainings aus und wir werden von Spiel zu Spiel reifer und auch im Kollektiv immer besser.»

Mit einer starken Defensive will sich der Coach nun baldmöglichst aus der ungemütlichen Tabellensituation verabschieden. Dabei baut er auf eine starke Defensive und erwartet die baldige Spiellizenz von Ikenna Obidigbo, einem jungen Center mit NLB-Erfahrung.