Handball

Überfliegerinnen stehen vor Bewährung

Astrid Wehrli (hier 2011 in einem Derby gegen das «Legenden-Team») und Co. haben die letzte Saison auf Platz3 beendet.

Astrid Wehrli (hier 2011 in einem Derby gegen das «Legenden-Team») und Co. haben die letzte Saison auf Platz3 beendet.

Die Handballerinnen des HC Dietikon-Urdorf müssen in der morgen beginnenden 2.-Liga-Saison ihre guten Leistungen der letzten Spielzeit bestätigen und das Team stabilisieren.

Ihre Aufgabe: wachrütteln. Peach Rusert und Stefan Maag müssen darauf achten, dass sich die Frauen des HC Dietikon-Urdorf nicht auf dem Erreichten ausruhen. Denn nach turbulenten Jahren stieg das Team im Frühjahr 2010 in die 3. Liga ab, nachdem man jahrelang der 1. Liga angehört hatte. Die Zusammenlegung mit den ältesten Juniorinnen gab den erhofften Impuls: Ohne Niederlage gelang umgehend der Wiederaufstieg. Nach einer Angewöhnungszeit (drei Niederlagen in vier Matches) gelangen dem Team zehn Siege en suite – Rang drei zum Schluss. Diese Parforceleistung war mit ein Grund dafür, dass die Equipe von den Leserinnen und Lesern dieser Zeitung im vergangenen Frühjahr zum «Team des Jahres» gewählt wurde.

Morgen beginnt die Saison

Während der letzten Monate waren durchatmen und vorbereiten angesagt. Morgen nun wartet das erste Saisonspiel gegen Unterland (19.30 Uhr, Militärhalle, Bülach). Aus der Sicht von Trainer Rusert ist diese Begegnung gleich ein Charaktertest, denn «diese Mannschaft ist so etwas wie unser Angstgegner». Nur: ein Charaktertest wofür? Immer wieder fiel und fällt im Zusammenhang mit der Equipe der Begriff «1. Liga». Warum kommuniziert man dieses Ziel nicht offen? Rusert sagt: «Dazu müsste es schon realistisch sein. Ich selbst bin dreimal in die erste Liga aufgestiegen, weiss also, was es braucht. Ich glaube, die Frauen haben noch nicht die nötige Stabilität dafür.»
Er fügt hinzu, dass die Arbeit erst jetzt beginne – ein verbales Wachrütteln also.

Stefan Maag betritt Neuland

Rusert kümmert sich ausserdem wieder einmal um die zweite Männermannschaft, Pascal Haller hat diese nach einem frustrierenden Jahr (2.-Liga-Abstiegsrunde) in Richtung U19-Junioren verlassen. Weil Spielertrainerin Tamara Schütterle aus gesundheitlichen Gründen vorderhand nicht mittun kann, hat Rusert seinen alten Kumpel Stefan Maag um Hilfe gebeten. Typisch für den gutmütigen früheren NLA-Torhüter: Er konnte nicht Nein sagen. Für den Tausendsassa in Sachen Handball bedeutet dieses Engagement eine Premiere, bislang hatte er im Nachwuchsbereich mit Frauen zu tun. «Es geht höflicher zu und her als bei den Jungs», hat er in der Vorbereitung festgestellt, «mal schauen, wie es ist, wenn Stress herrscht.» Daneben amtet Maag als Torhütertrainer beim NLA-Team Stäfa, wo der Dietiker Simon Schelling jüngst zu seinem ersten Einsatz in der höchsten Liga kam, sowie als «Athletenbetreuer» (Talentförderer) innerhalb des HCDU.

Keine grossen Änderungen

Der Kader von Maags neuem Team sieht fast gleich aus wie in der erfolgreichen vergangenen Spielzeit. Mit dem Abgang von Alexandra Stocker (Ausbildung) und dem Zuzug von Janine Arnold (Mythen-Shooters) sind zwei Kadermutationen zu verzeichnen. In den Testmatches zeigten die Limmattalerinnen zwei Gesichter. Besonders positiv war gemäss Peach Rusert der Vergleich mit NLB-Absteiger Wohlen, den der HCDU lediglich mit zwei Toren Differenz verloren geben musste.

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