Eishockey
Trotz vieler Baustellen - die Hoffnung stirbt zuletzt

Die Limmattal Wings starten hoffnungsvoll, wenn auch unter erschwerten Bedingungen in die 3.-Liga-Saison. In Bezug auf die Kadergrösse und die Trainingspräsenz sieht der Trainer ein grosses Fragezeichen.

Fabio Baranzini
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Mike Weiss: Trainer, Präsident und in der Vorbereitung auch Spieler der Limmattal Wings.

Mike Weiss: Trainer, Präsident und in der Vorbereitung auch Spieler der Limmattal Wings.

bier

24 Spieler stehen im Kader der Limmattal Wings. Zumindest auf dem Papier. In der Praxis sieht das ganz anders aus. Das haben die beiden Testspiele gegen die zweite Mannschaft der ZSC Lions (4. Liga) und gegen Ligakonkurrent HC Zugerland gezeigt, welche die «Wings» als Vorbereitung auf die heute beginnende Meisterschaft absolviert haben.

Einmal mussten sie mit elf Spielern antreten, das andere Mal gar nur mit deren neun – und das inklusive Trainer und Klubpräsident Mike Weiss, der sich ebenfalls aufs Eis begab. «Wir sind mit unserem Kader nur sehr knapp einsatzfähig, da mehr als die Hälfte der Spieler nur unregelmässig dabei sind oder sich noch nicht definitiv entschieden haben, ob sie auch in diesem Jahr wieder an Board sein werden», so Weiss.

Weniger Trainings

Zum Glück besteht dank der Partnerschaft mit dem EHC Urdorf die Möglichkeit, dass Spieler des Urdorfer 2.-Liga-Teams, die mit einer B-Lizenz ausgestattet sind, bei den «Wings» aushelfen können. Welche und wie viele Spieler das sein werden, ist noch nicht klar, da bei den Urdorfern die Besetzung der Trainerposition zuletzt für einige Turbulenzen gesorgt hatte.

Die Kadergrösse ist jedoch nicht das einzige Problem der Limmattal Wings. Auch die mangelnde Trainingspräsenz war in der Vergangenheit wiederholt ein Problem. Aus diesem Grund wurde im Hinblick auf diese Saison das Freitagstraining gestrichen. «Wir trainieren jetzt nur noch dienstags, damit wir alles etwas kompakter beieinander haben.

Die Top 3 ist das Ziel

Die Spieler sollten jedoch die Möglichkeit haben, weitere Trainings in Urdorf zu absolvieren. Das müssen wir im Detail aber noch mit dem neuen Trainer von Urdorf klären», sagt Weiss. Hinzu kommt auch noch, dass die Limmattaler den Abgang ihres besten Skorers Michael Frei (9 Tore und 12 Assists in der letzten Saison) verkraften müssen.

Trotz aller Widrigkeiten glaubt Mike Weiss, dass er mit seinem Team in dieser Saison besser abschneiden kann als in der letzten Spielzeit. Damals belegten die «Wings» den achten Tabellenrang mit sieben Siegen aus zwanzig Partien. «Als Trainer sage ich, wir wollen unter die ersten drei. Das ist realistisch, gemessen an unserem Potenzial. Als Präsident will ich in erster Linie den Ligaerhalt sichern», so Weiss.

Suche nach Kaltblütigkeit

Viel wird davon abhängen, wie der Saisonstart verläuft. Wenn es den Limmattalern gelingt, in den ersten Spielen vor dem Tor die nötige Kaltblütigkeit an den Tag zu legen und so einige Punkte zu gewinnen, kann die Saison durchaus zu einem Erfolg werden. Denn: «Wir spielen schönes und technisch gutes Eishockey. Zudem haben wir auch gute Torhüter, die uns in der Defensive Stabilität verleihen», ist Weiss überzeugt.

Die erste Bewährungsprobe folgt für die Limmattal Wings bereits heute. Im ersten Spiel treffen sie auswärts auf den EV Dielsdorf-Niederhasli, der letzte Saison Platz vier belegte – also einen Platz in der Tabellenregion, welche die «Wings» in diesem Jahr anvisieren.